Alkohol-MPU
Die MPU folgt einem System. Wer das versteht, liefert dem Gutachter keinen Grund mehr.
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Ich bin Ben. 2015 saß ich selbst in der MPU. Seit über zehn Jahren entwickle ich diese Vorbereitung zusammen mit Betroffenen wie dir weiter – 16 Updates allein 2026.Wann ich dir nicht helfen kann
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Frage 1
Welche MPU steht bei dir an?
Alkohol Drogen oder Cannabis Punkte / Verstöße Medikamente Fahren ohne Führerschein Weiß ich nicht genau★ 4,7 · 137 Bewertungen
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1,3 Promille als Ersttäter: Strafe, Sperrfrist und die MPU-Frage
Ersttäter, keine Vorbelastung, kein Unfall – und 1,3 Promille auf dem Blutbefund. Hier steht, was jetzt kommt: die Einstufung, die übliche Strafe, wie lange der Führerschein weg ist, ob die MPU droht und was du in welcher Reihenfolge tust. Die Zahlen sind Erfahrungswerte aus Strafbefehlen und Anordnungen der letzten Jahre; das Gericht entscheidet im Einzelfall.
1,3 Promille für Ersttäter: die Zahlen
| Punkt | Was dich bei 1,3 Promille erwartet |
|---|---|
| Einstufung | Straftat (§ 316 StGB), Mitte der Skala unter 1,6 |
| Strafe | Geldstrafe um 30 Tagessätze; ein Tagessatz = ein Dreißigstel deines Nettomonatseinkommens. Bei einem Unfall mit Sachschaden kommt § 315c StGB dazu. |
| Führerschein | Entzug der Fahrerlaubnis, Sperrfrist 7 bis 10 Monate. Erst danach kann die Behörde neu erteilen – auf Antrag, nicht automatisch. |
| Punkte | 3 Punkte in Flensburg, Tilgung nach 10 Jahren. |
| MPU | meist nein, aber die Anordnungspraxis wird ab 1,3 spürbar strenger, sobald ein Zusatzfaktor dazukommt. |
| Probezeit | Zusätzlich: Verlängerung der Probezeit auf vier Jahre und Aufbauseminar – die Neuerteilung setzt beides voraus. |
Warum 1,3 Promille häufiger zur MPU führen als 1,1
Der Wert allein reicht der Behörde nicht – aber je näher du an 1,6 liegst, desto eher genügt ein einziges Detail im Polizeibericht: „stark schwankender Gang“, „verwaschene Sprache“, „Sachschaden am Bordstein“. Solche Sätze sind die Zusatztatsachen, die eine Anordnung unterhalb von 1,6 rechtlich tragen. Deshalb: Bericht anfordern, lesen, wissen, was drinsteht, bevor der Brief kommt.
Sperrfrist bei 1,3 Promille verkürzen
Nach drei Monaten kann das Gericht die Sperre auf Antrag vorzeitig aufheben, wenn du Nachweise vorlegst – verkehrspsychologische Beratung, dokumentiertes Trinkverhalten. Realistisch sind ein bis drei Monate weniger. Wie der Antrag geht: Sperrfristverkürzung.
Was sich mit Unfall, Fahrrad oder Wiederholung ändert
Mit Unfall: Aus § 316 wird § 315c StGB, die Geldstrafe steigt, die Sperre wird länger – und die MPU wird auch unterhalb von 1,6 Promille wahrscheinlich, weil ein Unfall die Zusatztatsache ist, die die Behörde braucht. Auf dem Fahrrad: Ab 1,6 Promille gilt auch hier absolute Fahruntüchtigkeit; es gibt kein Fahrverbot fürs Rad, aber die Führerscheinstelle darf die MPU anordnen – und tut es. Wiederholung: Wer schon einmal auffällig war, ist kein Ersttäter mehr – dann gilt bei jedem Wert ab 1,1: MPU, längere Sperre, höhere Strafe.
Was du jetzt tust – in dieser Reihenfolge
- Bericht und Akte anfordern. Formlos bei der Führerscheinstelle. Du musst wissen, ob „Ausfallerscheinungen“ drinstehen – daran hängt die MPU-Frage unter 1,6.
- Strafbefehl prüfen, nicht reflexhaft annehmen. Ein Verkehrsrechtler sieht in zehn Minuten, ob Tagessätze oder Sperre aus dem Rahmen fallen. Einspruchsfrist: zwei Wochen.
- Trinkverhalten dokumentieren – ab heute. Trinktagebuch oder, wenn die MPU kommt oder wahrscheinlich ist, Abstinenzprogramm anmelden. Beides zählt ab dem Tag, an dem du anfängst, nicht ab dem Delikt.
- Neuerteilung drei Monate vor Ende der Sperre beantragen. Die Behörde braucht Bearbeitungszeit und kann die MPU schon vorher anordnen.
- Vorbereiten, als käme die MPU. Kommt sie nicht, hast du deinen Fall trotzdem verstanden. Kommt sie, bist du nicht die Person, die in vier Wochen von null anfängt.
