Alkohol-MPU
Die MPU folgt einem System. Wer das versteht, liefert dem Gutachter keinen Grund mehr.
Sag uns in drei Minuten, wo du stehst. Danach siehst du sofort die Einschätzung: was bei dir zuerst dran ist und wo dein Risiko liegt.
MPU-Wissen seit 2017. Die Vorbereitung folgt den Beurteilungskriterien der Gutachter und wird mit den Teilnehmern weiterentwickelt. 16 Updates allein 2026.Wann dir die Vorbereitung nichts bringt
- Wenn sich an deinem Konsum nichts ändert: Dann ist der Termin zu früh, nicht die Vorbereitung zu schwach.
- Wenn du fertige Sätze auswendig lernen willst: Hört ein Gutachter in zwei Minuten.
Frage 1
Geht es bei dir um Alkohol?
Ja, um AlkoholNein, um etwas anderes:
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1,7 Promille: was das für dich als Ersttäter wirklich bedeutet

Inhalt
Ein Wert von 1,7 Promille reißt vielen erstmal den Boden unter den Füßen weg. Gedanken kreisen um mögliche Strafen, den Führerschein und die Frage, wie ernst die Situation tatsächlich ist.
Hier bekommst du eine klare und realistische Einordnung, was bei 1,7 Promille beim ersten Alkoholverstoß auf dich zukommt – ohne Beschönigung, aber auch ohne Panikmache.
Kurzüberblick: Die Folgen bei 1,7 Promille
- ✔ Straftat wegen absoluter Fahruntüchtigkeit
- ✔ Geldstrafe (berechnet in Tagessätzen)
- ✔ Entzug der Fahrerlaubnis (kein Fahrverbot)
- ✔ Sperrfrist von mindestens 6 Monaten
- ✔ 3 Punkte im Fahreignungsregister
- ✔ MPU ist ab 1,6 Promille Pflicht
Egal, ob du vorher unauffällig warst: 1,7 Promille gelten rechtlich nicht mehr als Ausrutscher.
Warum 1,7 Promille kein Bagatellfall sind
Ab 1,1 Promille gilt man rechtlich als absolut fahruntüchtig. Ein Wert von 1,7 Promille liegt deutlich darüber und wird entsprechend streng bewertet.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht, ob etwas passiert ist, sondern dass bei diesem Promillewert ein erhebliches Risiko für den Straßenverkehr bestand.
Dass kein Unfall passiert ist oder du kooperativ warst, ändert an der grundsätzlichen Bewertung dieses Alkoholwerts nur wenig.
Führerscheinentzug und Sperrfrist
Bei 1,7 Promille wird der Führerschein entzogen. Das ist kein zeitlich begrenztes Fahrverbot, sondern der Verlust der Fahrerlaubnis.
Zusätzlich wird eine Sperrfrist festgelegt. In dieser Zeit darf kein neuer Führerschein beantragt werden.
Die Sperrfrist liegt häufig zwischen 6 und 12 Monaten, abhängig vom Einzelfall.
Erst nach Ablauf dieser Frist ist eine Neuerteilung möglich – und genau hier wird häufig eine MPU verlangt.
Muss ich bei 1,7 Promille zur MPU?
Ja. Ab 1,6 Promille muss die Fahrerlaubnisbehörde eine MPU anordnen (§ 13 Satz 1 Nr. 2 c FeV). Bei 1,7 Promille hat sie dabei keinen Spielraum.
Dahinter steht die Annahme, dass so hohe Werte nur mit einer Gewöhnung an Alkohol erreichbar sind. Die MPU soll klären, ob du Trinken und Fahren künftig sicher trennst.
Ob du Ersttäter bist, spielt für die Anordnung keine Rolle.
- sehr hoher Promillewert
- Zweifel an der Fahreignung
- feste Vorgabe der Fahrerlaubnis-Verordnung
Typische Denkfehler nach 1,7 Promille
Viele verlassen sich innerlich auf Aussagen wie:
- „Das war das erste Mal.“
- „Ich hatte keinen Unfall.“
- „So etwas passiert mir nicht wieder.“
Diese Gedanken sind verständlich, reichen bei einem so hohen Promillewert aber selten aus. Erwartet wird eine glaubhafte Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten.
Viele scheitern nicht an fehlendem Wissen, sondern an zu oberflächlichen Erklärungen.
Aus der Praxis
Der Promillewert allein entscheidet weniger, als die meisten denken. Ausfallerscheinungen, Vorgeschichte und die Einstufung deines Falls wiegen schwerer – und ja, auch Fahrrad- und E-Scooter-Fahrten landen in derselben Akte wie eine Autofahrt.
Was sollte ich jetzt als Erstes tun?
Nach einem Vorfall mit 1,7 Promille stehen im Kern zwei Wege offen:
- Abwarten: und hoffen, dass alles von selbst klappt
- Vorbereiten: die Situation realistisch einordnen
Wenn Unsicherheit bleibt oder du nicht weißt, wie dein Fall von außen bewertet wird, ist das ein wichtiges Signal, dich damit ernsthaft auseinanderzusetzen.
Wie du dich auf die MPU nach einer Alkoholfahrt vorbereitest und was ein Kurs dabei leisten kann, steht unter MPU bei Alkoholfahrt: Wie hilft ein Online-Kurs?
Häufige Fragen bei 1,7 Promille
Ist eine Bewährungsstrafe möglich?
Ja, insbesondere wenn keine Vorstrafen vorliegen
und kein Unfall passiert ist.
Wie hoch ist die Geldstrafe?
Sie wird in Tagessätzen berechnet
und richtet sich nach deinem Einkommen.
Wann kann ich den Führerschein neu beantragen?
Den Antrag kannst du frühestens sechs Monate vor dem Ende der Sperrfrist stellen (§ 20 Abs. 4 FeV).
Neu erteilt wird der Führerschein nach Ablauf der Sperrfrist und mit positivem MPU-Gutachten.
Lässt sich die MPU vermeiden?
Nicht durch Abwarten der Sperrfrist, denn ab 1,6 Promille ist die MPU vorgeschrieben.
Welche legalen Wege es trotzdem gibt, steht unter Führerschein zurück ohne MPU.
Was gilt, wenn die Fahrt im Ausland war?
Dann gelten zuerst die Grenzwerte und Strafen des Landes.
Ob danach auch in Deutschland eine MPU kommen kann, steht unter Alkohol am Steuer im Ausland.
Wie die Strafe bei niedrigeren Werten ausfällt, zeigt die Übersicht 1,5 Promille: Strafe für Ersttäter.
Höhere Werte laufen anders: 1,9 Promille – Sperrfrist und Zeitplan.
Rechtsgrundlagen und Quellen
- § 11 FeV: Eignung und Anordnung von Gutachten
- § 13 FeV: Klärung von Eignungszweifeln bei Alkoholproblematik
- Anlage 4 FeV: Eignung bei Erkrankungen und Mängeln, auch Alkohol und Drogen
- Anlage 4a FeV: Grundsätze für die Begutachtung
- BASt: Anzahl der MPU-Begutachtungen sinkt weiter (Ergebnisse 2025)
- Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung (BASt) und Beurteilungskriterien: Grundlage, nach der Gutachter die Fahreignung bewerten
Über deinen Einzelfall entscheiden Fahrerlaubnisbehörde und Begutachtungsstelle. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung. Stand der Quellenangaben: Oktober 2026. Verantwortlich: BenAmbros Media GmbH.