MPU
Die MPU folgt einem System. Wer das versteht, liefert dem Gutachter keinen Grund mehr.
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MPU-Wissen seit 2017. Die Vorbereitung folgt den Beurteilungskriterien der Gutachter und wird mit den Teilnehmern weiterentwickelt. 16 Updates allein 2026.Wann dir die Vorbereitung nichts bringt
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Frage 1
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So kürzt du die Sperrfrist für deinen Führerschein

Die Sperrfrist legt das Strafgericht fest, wenn es dir die Fahrerlaubnis entzieht. Solange sie läuft, darf die Führerscheinstelle dir keinen neuen Führerschein erteilen. Ob du danach zur MPU musst, entscheidet die Behörde. Nach einer ersten Trunkenheitsfahrt unter 1,6 Promille bekommst du den Führerschein ohne MPU zurück, wenn sie keine Hinweise auf Alkoholmissbrauch sieht. Ab 1,6 Promille oder nach wiederholten Alkoholverstößen verlangt sie immer eine MPU, nach Drogen fast immer.
Eine Sperrfrist dauert 6 Monate bis 5 Jahre, in besonders schweren Fällen ordnet das Gericht sie für immer an. Musstest du den Führerschein schon vorher abgeben, verkürzt sich die Mindestdauer der Sperre um diese Zeit, aber nicht unter 3 Monate (§ 69a StGB).
Musst du den Führerschein nur für einige Wochen oder Monate abgeben und bekommst ihn danach ohne Antrag zurück, ist das ein Fahrverbot und keine Sperre. Bei Ordnungswidrigkeiten dauert es einen bis drei Monate (§ 25 StVG), als Nebenstrafe bei Straftaten bis zu sechs Monate (§ 44 StGB). Verkürzen lässt sich ein Fahrverbot nicht.
Sperrfristverkürzung: Geht das?
Ja, über das Gericht, das die Sperre verhängt hat. Es kann sie vorzeitig aufheben, wenn es Grund zu der Annahme gibt, dass du nicht mehr ungeeignet bist. Das geht frühestens nach drei Monaten Sperre. Hattest du in den drei Jahren vor der Tat schon einmal eine Sperre, frühestens nach einem Jahr (§ 69a Abs. 7 StGB).
Einen Anspruch auf die Verkürzung hast du nicht, und die Gerichte gehen je nach Bundesland unterschiedlich damit um. Deshalb solltest du vorher wissen, welche Maßnahmen dein Gericht erwartet.
Bei Ersttätern mit Alkohol erkennen viele Gerichte Kurse an, die Begutachtungsstellen und andere Träger eigens für die Sperrfristverkürzung anbieten. Welche Kurse dein Gericht akzeptiert, sagen dir die Staatsanwaltschaft oder ein Anwalt für Verkehrsrecht.
Die Führerscheinstelle entscheidet über die Verkürzung nicht. Sie kommt erst ins Spiel, wenn du die Neuerteilung beantragst.
Wichtige Maßnahmen zur Verkürzung der Sperrfrist
Damit das Gericht die Sperre verkürzt, musst du glaubhaft zeigen, dass du an der Ursache gearbeitet hast. Belege dafür sind etwa eine verkehrspsychologische Beratung, ein Vorbereitungskurs oder Abstinenznachweise.
Sprich am besten früh mit einem Anwalt für Verkehrsrecht. Er kann dir sagen, was das zuständige Gericht für eine Verkürzung sehen will.
Welches Gericht zuständig ist
Zuständig ist das Gericht, das die Sperre verhängt hat, nicht das an deinem Wohnort. Wohnst du in Bayern und wurdest in Baden-Württemberg verurteilt, kommt es auf die Praxis dort an.
Was kostet mich das?
Ein Kurs zur Sperrfristverkürzung kostet meist einige hundert Euro, den genauen Preis nennt der Anbieter. Stellt ein Anwalt den Antrag für dich, kommt sein Honorar dazu. Verlangt die Behörde danach eine MPU, fallen die üblichen MPU-Kosten zusätzlich an, für das Gutachten meist 400 bis 800 €.
MPU und die Sperrfrist
Mit der Vorbereitung auf die MPU, etwa mit einem Online-Kurs, musst du nicht warten, bis die Sperre abläuft. Manche lassen sich sogar während der Sperre begutachten, um den Antrag beim Gericht zu stützen. Ob die Behörde so eine freiwillige MPU später anerkennt, klärst du vorher mit ihr.
Wie stelle ich den Antrag?
Den Antrag auf Sperrfristverkürzung stellst du schriftlich und formlos beim zuständigen Gericht. Einen Anwalt brauchst du dafür nicht. Viele beauftragen trotzdem einen Anwalt für Verkehrsrecht, weil er weiß, welche Belege das Gericht erwartet. In den Antrag gehören:
- Deine persönlichen Daten: Name, Adresse, Geburtsdatum und das Aktenzeichen des Urteils oder Strafbefehls.
- Informationen zur Führerscheinentziehung: Gib den Grund für den Entzug und das Ende der Sperrfrist an.
- Begründung: Erläutere, warum du eine Verkürzung der Sperrfrist beantragst und welche Maßnahmen du bereits ergriffen hast.
- Nachweise: Füge Bescheinigungen über Kurse, Beratung und Abstinenznachweise in Kopie bei.
Das Gericht entscheidet durch Beschluss. Lehnt es ab, kannst du später mit neuen Belegen einen neuen Antrag stellen.
Abstinenznachweise und kontrolliertes Trinken
Bei der MPU hakt es oft am Abstinenznachweis. Nach Alkohol- oder Drogendelikten ist er häufig Voraussetzung. Verkürzen lässt er sich nicht, in der Regel dauert er 6 bis 12 Monate.
Die Ausnahme ist das kontrollierte Trinken: Reicht es in deinem Fall, brauchst du keine Abstinenznachweise.
Die Sperrfrist sinnvoll nutzen
Nutzt du die Sperrfrist für Nachweise und Vorbereitung, liegt beim Antrag auf Neuerteilung schon vieles vor.