Erfahrungen mit der Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung

Melle.V:
Die MPU ist die reinste Geldmacherei. Ich habe die MPU mehrmals nicht bestanden. Ich war ehrlich, einsichtig und habe mich geändert. Die MPU besteht man nicht wenn man ehrlich ist und auch nicht wenn man mehrere 1000 € für Vorbereitungskurse ausgibt. Haltet euch an die Beurteilungskriterien.

 

Thomas.H:
Der MPU Psychologe hat mich provoziert und als Lügner hingestellt. Ich hatte keine Ahnung was man machen soll, damit man die MPU besteht. Die Mpu Berater zocken einen auch nur ab und versprechen einem das Blaue vom Himmel. Ich bin kein Alkoholiker oder Drogenabhängiger einfach nur ein Familienvater der Fehler gemacht hat für die er bezahlt hat und seinem Beruf nachgehen möchte.

 

Ali.S:
Ich habe einen Tag vorher gekifft und wurde mit THC im Blut angehalten. Ich habe meinen Führerschein verloren und Bußgeld bezahlt. Anschließend eine Aufforderung zur MPU erhalten. Zwei Freunde von mir die eine ähnliche Situation erlebt haben und auch eine MPU machen müssen haben mir dazu geraten, sich mit dem Thema intensiv auseinander zu setzen. Naiv in die MPU zu gehen ist keine Gute Idee weil die Gutachten Auswirkungen auf das danach haben. Ich habe die MPU mehrmals nicht bestanden, bis ich eine schlüssige Lügengeschichte aufgetischt habe. Lasst euch nicht an der Nase herumführen.

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Die MPU Untersuchung

Zur MPU gehört eine ärztliche Untersuchung. Sie ist Bestandteil jeder MPU, unterscheidet sich jedoch je nach Anlass. 
Die MPU Untersuchung wird durch einen Arzt mit einer speziellen Zusatzausbildung, einen Verkehrsmediziner, vorgenommen. Er nimmt zunächst die komplette medizinische Vorgeschichte auf und fragt in diesem Zusammenhang auch nach vorherigen und bestehenden Erkrankungen, nach eingenommenen Medikamenten sowie nach Alkohol- und Drogenkonsum. Um vor allem in Hinblick auf Krankheiten und Medikamente die passenden Antworten parat zu haben, ist es ratsam, sich im Vorfeld Notizen zu machen. Allzu schnell passiert es sonst in der ungewohnten Situation, dass einem der Name eines Medikaments nicht einfällt oder man vergisst, eine Krankheit zu erwähnen. Hat man keine Notizen dabei, können diese Informationen natürlich auch nachgereicht werden. 
Bestandteil in der MPU Untersuchung ist außerdem die Überprüfung der Sehfähigkeit. Wurde kein aktuelles Attest vorgelegt, wird der Sehtest im Rahmen der MPU Untersuchung durchgeführt.

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Welche Rolle spielt der Alkoholkonsum in der MPU Untersuchung?

Ein großes Thema bei der MPU Untersuchung ist fast immer der Alkoholkonsum. Über 50 % aller medizinisch-psychologischen Untersuchungen im Jahr 2009 standen im Zusammenhang mit Alkoholkonsum und bei diesen MPUs spielt der Alkoholkonsum natürlich eine große Rolle bei der MPU Untersuchung. 
Bei einer MPU Alkohol schließt die MPU Untersuchung auch die Untersuchung der Leberwerte sowie einen Abstinenznachweis ein. Der Arzt legt während der MPU Untersuchung ein besonderes Augenmerk auf organische Veränderungen legen, die beispielsweise durch einen jahrelangen Alkoholkonsum entstehen. Wird die MPU aufgrund von Drogen angeordnet, wird die MPU Untersuchung entsprechend auf organische Veränderungen durch Betäubungsmittelkonsum fokussiert. Aber auch bei der MPU aus verkehrsrechtlichen Gründen wird der Konsum von Drogen und Alkohol thematisiert, jedoch nicht als Hauptthema.

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Sicher die MPU bestehen und nicht an der Nase herumführen lassen.

Ohne begründeten Verdacht auf Missbrauch müssen in der Regel auch weder Blut noch Urinproben abgegeben werden und die MPU Untersuchung wird allgemeiner ausfallen und sich nicht auf organische Schäden und Veränderungen konzentrieren, die durch Drogen oder Alkoholkonsum verursacht werden. Worauf sich der MPU Gutachter konzentriert und was wesentlich ist, wurde seit 2018 im MPU Rettungspaket durch Psychologen, Juristen und Betroffene mit Videokursen einfach und verständlich festgehalten.

Leberwerte und Abstinenznachweise

Vor einer MPU Untersuchung ist es immer sinnvoll, ein Blutbild anfertigen zu lassen und die Leberwerte überprüfen zu lassen. Dies kann beim Hausarzt geschehen. Die wichtigen Werte sind dabei Gamma-GT, GPT und GOT, die automatisch in einem Blutbild enthalten sind. Bei unklaren Veränderungen sollte auch der CDT-Wert dokumentiert werden.
Wird ohne Alkoholmissbrauch eine Veränderung der Leberwerte festgestellt, ist es sehr ratsam, bereits im Vorfeld der MPU den Grund dafür abzuklären. Kann keine direkte Ursache gefunden werden, sollten die Leberwerte monatlich überprüft werden, um die Veränderungen zu dokumentieren. 
Bei alkoholbedingten medizinisch-psychologischen Untersuchungen wird im Zuge der MPU Untersuchung in der Regel auch ein Abstinenznachweis gefordert. 
Wie dieser Nachweis zu erbringen ist, sollte im Einzelfall im Vorfeld mit der zuständigen Behörde abgeklärt werden. 
Zusätzlich wird im Rahmen der MPU Untersuchung am Untersuchungstag ein Drogenscreening durchgeführt. Neben einem Verzicht auf Drogen und Alkohol ist es dabei wichtig, am Untersuchungstag und am Abend zuvor keine übermäßig großen Mengen Wasser oder ähnliches zu trinken. Auch auf den Genuss von Kaffee in größeren Mengen sollte vor der MPU Untersuchung verzichtet werden, da es ansonsten zu verfälschten Ergebnissen kommen kann.

MPU psychologische Gespräch

Das Kernstück jeder MPU ist die Psychologische Untersuchung. Mit einer Dauer von 30-45 Minuten ist dies auch der zeitlich intensivste Teil der Begutachtung. Grundlage für die Bewertung durch den Psychologen sind Ihre Aussagen im Gespräch zusammen mit den Unterlagen von der Führerscheinstelle, die ihm vorliegen und Ihren Aussagen auf den vorher ausgefüllten Fragebögen. Auch die Ergebnisse bei den Reaktionstests können zusätzlich ergebnisuntermauernde Hinweise liefern.

Übersicht Untersuchung in MPU

Wie läuft die MPU Untersuchung bzw. das Psychologische Gespräch ab?

Die MPU Psychologische Untersuchung ist kein einfaches Gespräch, um Ihren „Geisteszustand“ zu überprüfen. Dem Psychologen geht es nicht um die Bewertung Ihrer Persönlichkeit oder darum, ob Sie ein netter Mensch sind. Es geht auch nicht um Intelligenz. Und es gibt keine Psychotricks, wie man so oft liest, was auch immer das ist. Es geht darum, bestimmte Fragen im Auftrag der Führerscheinstelle zu klären. Das Gespräch ist zielführend mit der Absicht, die in Auftrag gegebenen Punkte auf der Basis Ihrer Antworten zu klären.

Fast ausnahmslos jeder ist bei der Psychologischen Untersuchung MPU aufgeregt. Das wird Ihnen nicht zum Nachteil ausgelegt. Auch nicht, wenn es manchmal schwerfällt sich richtig auszudrücken. Haben Sie das Gefühl, dass der Psychologe Sie falsch verstanden hat oder Sie sich missverständlich ausgedrückt haben, sprechen Sie es gleich an. In der Regel schreibt der Psychologe das Gespräch mit, meist am Laptop. Er notiert sich Ihre genauen Aussagen wortwörtlich. Diese fließen dann auch genauso in das Gutachten ein.

Was für Fragen stellt die Psychologische Untersuchung MPU?

Im Wesentlichen geht es um Schilderungen der Vorfälle und der Veränderungen im Zuge der Auseinandersetzung mit dem Geschehenen. Um mit einem großen Vorurteil gleich aufzuräumen: der Psychologe hat im Rahmen der MPU Untersuchung keine Quote zu erfüllen. Jeder Proband wird individuell mit seiner ganz eigenen Geschichte beurteilt. Was Sie vor allem brauchen, um die MPU zu bestehen, ist Information und Unterstützung bei der Auseinandersetzung mit der Problematik.

Für den Verkehrspsychologen befriedigende Antworten setzen auch ein Problembewusstsein voraus. Gängige Argumente wie: „Das war nur ein einziges Mal, ich hatte einen schweren Tag“, „Ich trinke sonst nie viel“, „Es war nur ein Bier“ oder „Da hat mir jemand was rein gemischt“ führen nicht zum gewünschten Ergebnis. Was Sie bei der Psychologischen Untersuchung MPU nicht erwarten können ist Mitleid. Dafür aber eine handfeste Bewertung der Frage: Ist es wahrscheinlich, dass Herr/Frau…zukünftig erneut im Straßenverkehr auffallen wird? Genau das, in unterschiedlichen Anlassvariationen, ist die Fragestellung der Führerscheinstelle.

Setzen Sie sich im Vorfeld genauestens mit den MPU Fragen auseinander, um die es im Wesentlichen geht. Sie können diese auf den Infoseiten der Anbieter der MPU, auf kostenlosen Informationsabenden oder auch aus seriösen Sachwerken erfahren. Sind Fragen unklar oder haben Sie nur nur Standardantworten parat, lohnt sich oft die Hilfe eines erfahrenen Verkehrspsychologen.

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