MPU Vorbereitung online

Psychologisch & juristisch getestet

Drogenscreening

Was genau ist Drogenscreening?

Beim Drogenscreening handelt es sich um eine langfristige Überwachung einer drogenauffälligen Person auf Rauschmittelkonsum. Dabei werden in regelmäßigen Abständen verschiedene Drogentests durchgeführt. Ziel dieser Tests ist es, zu überprüfen, ob sich das Konsumverhalten der Person dauerhaft geändert hat, oder ob die Person weiterhin Drogen konsumiert. In den meisten Fällen wird das Drogenscreening in Zusammenhang mit der Wiedererlangung der Fahrerlaubnis und im Rahmen einer MPU durchgeführt. Tatsächlich kann die Führersteinstelle bei Verdacht auf regelmäßigen Konsum ein Drogenscreening anordnen. In manchen Fällen übernimmt die Anordnung zum Drogenscreening ein Gericht oder Staatsanwaltschaft. In Einzelfällen kann sogar der Arbeitgeber ein Drogenscreening anordnen.

Damit die Ergebnisse des Drogenscreening auch vor Gericht gebilligt werden, müssen die Proben von autorisierten und geschulten Personen entnommen werden. Dazu zählen Ärzte, Laborpersonal und Toxikologen.

Führerschein verloren durch Drogen am Steuer

Schnell ist es passiert. Nach einer langen Partynacht schnell mal nach Hause, doch vorher noch eine Line gezogen, um ein wenig in Schwung zu kommen. Oder vielleicht einfach nur am Joint gezogen, weil er gerade die Runde machte. Das kann für einen Drogenkonsumenten, der in eine Polizeikontrolle gerät, fatale Folgen haben. Bei Drogen am Steuer wird die Fahrerlaubnis für mindestens zehn Monate entzogen. Trat bei der Drogenfahrt eine Gefährdung des Straßenverkehrs ein, droht eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren.

Wurde man also mit Drogen am Steuer erwischt, kann die Führersteinstelle ein Drogenscreening anordnen. Dabei muss dem Gutachter bewiesen werden, dass sich das Verhalten nachhaltig geändert hat, wie das am besten funktioniert kann man kostengünstig im Rahmen einer effizienten MPU Vorbereitung online vermitteln, die hier zu erhalten ist. Nette Worte reichen eben nicht aus. Wer NEIN zu Drogen sagt, muss es auch so meinen. Hier wird erklärt, was genau bei einem Drogenscreening passiert und welche Drogen nachgewiesen werden. Wenn das Drogenscreening im Rahmen einer MPU gemacht werden muss, ist man damit gut vorbereitet.

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Wie läuft ein Drogenscreening ab?

In der Regel muss die drogenauffällige Person – im Falle von Drogen am Steuer eben der Fahrer – in regelmäßigen Abständen in einem Labor vorstellig werden. Dabei sind die vorgeschriebenen Zeitabstände willkürlich, um möglichen Betrug bei dem Drogenscreening zu verhindern. Die meisten drogenauffälligen Personen werden sehr kreativ und erfinderisch, wenn es um vorgeschriebene Termine geht, daher sind die Zeitabstände nicht nur willkürlich, sondern auch unübersichtlich. Dadurch wird verhindert, dass sich die drogenauffällige Person auf das Drogenscreening vorbereiten kann.

Die „Einladung“ zum Drogenscreening bekommt die drogenauffällige Person per Post oder telefonisch. Und natürlich ist aktive Mitarbeit Pflicht. Ausnahmen sind nur bei Urlaub, Krankheit o.ä. möglich und das Nichterscheinen zum Drogenscreening muss rechtzeitig angekündigt werden.

Im Labor wird dann die Identität der drogenauffälligen Person bestätigt, danach wird erst das Drogenscreening durchgeführt. Übrigens: In besonders brisanten Fällen können zur Identitätssicherung auch Fingerabdrücke genommen werden.

Die entnommen Proben werden stets unter der Aufsicht der Laboranten abgeben, denn auch hier zeigen sich drogenauffällige Personen äußerst kreativ und erfinderisch.

Ja, sogar die Urinprobe muss vor Augen des Fachpersonals abgegeben werden. Wurde der Führerschein durch Drogen am Steuer entzogen und wird daher im Rahmen einer MPU ein Drogenscreening notwendig, darf man also nicht schüchtern sein. Ein paar beruhigende Worte geben können jedoch helfen: Man hat es mit geschulten Personal zu tun. Das Personal arbeitet professionell. Das Entnehmen von Urinproben für ein Drogenscreening gehört für das Laborpersonal zum Alltag.

Was wird beim Drogenscreening untersucht?

Zum Nachweis von Drogen kommen verschiedene toxikologische Analysen zum Einsatz.

Es können Blut und Urin untersucht, sowie Speichel-, Haar-und Nagelproben entnommen werden. Dabei gelten Blut und Speichel als sehr gut geeignet, denn diese können nicht manipuliert werden. Selbst die Kreativität und das Einfallsreichtum der drogenauffälligen Personen stoßen hier an ihre Grenzen. In den meisten Fällen wird jedoch eine Urinprobe abgeben. Wie bereits erwähnt, geschieht auch dies beim Drogenscreening unter der Aufsicht der Laboranten, um einen Betrug auszuschließen. Schließlich wäre es ganz einfach, eine fremde Urinprobe einzuschmuggeln oder eine alte Urinprobe abzugeben.

MPU Blutprobe 

Wie bereits erwähnt, ist die Blutprobe für ein Drogenscreening hervorragend geeignet, denn sie kann nicht manipuliert werden. Daher sind Blutproben besonders bei Verkehrsdelikten wie Alkohol – und Drogen am Steuer bevorzugt und haben sich gut bewährt. Nach deutschem Recht kann eine Blutprobe sogar polizeilich angeordnet werden. Nachteil der Blutprobe ist, dass sie vom fachkundigen Personal durchgeführt werden muss und etwas aufwendiger ist.

MPU Urinprobe

Urin kann für ein Drogenscreening sehr einfach und ohne großen Aufwand entnommen und untersucht werden. Dazu muss die drogenauffällige Person einfach nur in einen kleinen, sterilen Becher urinieren.

Die fraglichen Substanzen sind im Urin länger nachweisbar und sind zudem in einer höheren Konzentration enthalten als im Blut. So kann THC (Tetrahydrocannabinol, in Cannabis enthalten) bis zu sechs Wochen im Urin nachgewiesen werden!

Allerdings haben Urinproben den Nachteil, dass es länger dauert, die verdächtigen Substanzen nachzuweisen. Außerdem können Urinproben leicht manipuliert werden können.

MPU Haar- und Nagelprobe 

Da Rückstände der Drogen in der Keratinstruktur der Haare und Nägel eingeschlossen werden, sind sie bei einem Drogenscreening für sehr lange Zeit nachweisbar. Da die Rückstände bis zu mehreren Monaten in der Keratinstruktur lagern, helfen sie hervorragend bei der zeitlichen Eingrenzung. Dadurch können beispielsweise Rückschlüsse gezogen werden, wie lange die Drogenkarriere einer drogenauffälligen Person bereits andauert. Die Drogenkarriere einer drogenauffälligen Person kann sogar bis zu mehreren Monaten zurückverfolgt werden.  Allerdings hat die Haar- und Nagelanalyse den Nachteil: Sie sagt nichts über den aktuellen Drogenkonsum der drogenauffälligen Person aus.

MPU Speichelprobe 

Bei einer Speichelprobe wird der drogenauffälligen Person mit einem sterilen Wattestäbchen, eine Probe des Speichels aus dem Mundraum entnommen. Dabei gilt Speichel als bestens geeignetes Untersuchungsmaterial für ein Drogenscreening, denn Manipulationen sind so gut wie unmöglich. Die Speichelprobe hat auch den großen Vorteil, dass die zeitliche Eingrenzung sehr genau ist. Außerdem ist die Speichelprobe unproblematisch und schnell durchgeführt.

Welche Drogen oder Betäubungsmittel können nachgewiesen werden?

Beim Drogenscreening kann eine große Vielzahl von Drogen festgestellt werden. Ein Drogentest sagt einiges über den Drogenkonsum einer drogenauffälligen Person. Hierbei bleibt kaum ein Drogengeheimnis sicher. Im Rahmen einer MPU sollte man daher am besten abstinent bleiben.

Diese Drogen stehen bei einer MPU besonders im Fokus und werden im Drogenscreening häufig nachgewiesen.

MPU Cannabis (THC) 

Cannabis gehört zur Familie der Hanfgewächse und wird zu Rauchzwecken eingesetzt. In Deutschland ist Cannabis zwar illegal, aber sehr beliebt und wird dementsprechend konsumiert.

Es gibt unterschiedliche Cannabisprodukte mit verschiebenden THC – Gehalten:

Marihuana auch als „Gras“, „Pot“, oder „Weed“ bekannt. Meist handelt es sich um getrocknete Mischung aus Blüten mit unbefruchteten weiblichen Blütenständen.

Der THC – Gehalt liegt zwischen 10 bis zu 25 %

Haschisch, „Shit“oder “Dope“ ist gepresstes Harz der Hanfpflanze.

Der THC- Gehalt liegt zwischen 8-30 %

Haschischöl ist ein dickflüssiges Extrakt aus dem Harz.

Der THC – Gehalt: bis zu 80 %

Je nach Dosierung ist das THC etwa 7 bis 12 Stunden lang im Blut nachweisbar. Im Urin dagegen viel länger. Beim einmaligen Konsum ist das THC etwa 3-5 Tage und bei regelmäßigem Konsum bis 6 Wochen nachweisbar.

MPU Kokain

Kokain wird aus dem Kokastrauch gewonnen, einer Pflanzenart, die zur Familie die Rotholzgewächse gehört. Kokain ist eine weltweit verbreitete Droge und die gebräuchlichste Einahmeform ist das Schnupfen, wobei das Pulver durch die Nasenschleimhaut in den Blutkreislauf gelangt. Die akute Wirkung liegt zwischen 1 und 2 Stunden.

Im Blut kann Kokain noch nach einigen Stunden nachgewiesen werden, bei regelmäßigem Konsum sogar 15-22 Tage.

Opioide

Opioide ist ein Sammelbegriff für eine große Gruppe natürlicher und synthetischer Verbindungen. Zu den Opioiden gehören unter anderem Morphin, Heroin und Codein.

Bei einem Urintest oder Bluttest sind Opioide etwa zwei bis vier Tage nachweisbar. Bei der Haaranalyse sogar bis zu 90 Tagen.

 

Designerdrogen: 

Amphetamine:

Amphetamin ist in Deutschland und Europa hauptsächlich in der Rave – und Techno-Szene bekannt. Bei den Amphetaminen handelt es sich um eine Gruppe synthetischer Substanzen, die in der Regel psychoaktiv wirken. Zu der Gruppe der Amphetamine gehören unter anderem Ecstasy, Crystal Meth und Methamphetamin.

Im Blut und Urin lassen sie die Substanzen bis zu 24 Stunden nachweisen. Bei der Haaranalyse sogar bis mehrere Monate.

 

Synthetische Cannabinoide:

Synthetische Cannabinoide haben chemisch nichts mit Cannabis zu tun. Es sind „Räucher-“ oder “Gewürzmischungen“ und sie können aus verschieden Stoffen bestehen. In der Regel enthalten sie psychoaktive Substanzen, deren Wirkungen kaum abschätzbar sind. Im Blut und Urin können synthetische Cannabinoide bis zu einigen Tagen, bei Dauerkonsum sogar bis mehreren Monaten nachgewiesen werden.

Auch Medikamente können beim Drogenscreening nachgewiesen werden. Häufig werden Barbiturate, Benzodiazepine und Antidepressiver entdeckt.

Barbiturate wirken sedierend und können sehr leicht überdosiert werden. Benzodiazepine wirken angstlösend sowie stark beruhigend. Antidepressiva werden bei der Behandlung von starken Depressionen verschrieben. All diese Medikamente können wegen ihrer Wirkung als Drogen missbraucht werden und das werden sie häufig auch. Werden diese Medikamente beim Drogenscreening im Blut einer drogenauffälligen Person gefunden, liegt der Verdacht auf einen Missbrauch nahe, wenn die Medikamente nicht vom Arzt verordnet wurden. Im Rahmen einer MPU wird daher Aufklärung nötig sein und es kann ein Drogenscreening angeordnet werden. Schließlich sind diese Medikamente nicht in einem durchschnittlichen Haushalt zu finden, sondern sie sind verschreibungspflichtig und dürfen nur nach ärztlichen Vorgaben eingenommen werden.

Erst wenn das Drogenscreening erfolgreich bestanden wurde, sprich wenn eine Einnahme von Drogen durch das Drogenscreening ausgeschlossen werden kann, kann der Führerschein wiedererlangt werden.

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