MPU wegen Alkohol – Der vollständige Guide 2025/2026

MPU wegen Alkohol: Was wirklich auf dich zukommt – und wie du bestehst

Alkohol am Steuer ist der häufigste Grund für eine MPU in Deutschland. Knapp die Hälfte aller Medizinisch-Psychologischen Untersuchungen werden wegen Alkoholdelikten angeordnet. Dieser Guide erklärt dir ehrlich und ohne Verkaufsfloskeln, was auf dich zukommt: ab welchem Promillewert die MPU droht, was sie kostet, wie der Ablauf aussieht und wie du sie beim ersten Anlauf bestehst.

MPU wegen Alkohol – das Wichtigste auf einen Blick

  1. 1 Ab 1,6 Promille ist die MPU bundesweit Pflicht. In Bayern und Baden-Württemberg bereits ab 1,1 Promille.
  2. 2 Kosten gesamt: Rechne mit 1.500 – 4.500 € (MPU + Abstinenznachweise + Vorbereitung).
  3. 3 Dauer: Die Untersuchung selbst dauert 2 – 4 Stunden. Die Vorbereitung beginnt idealerweise sofort nach dem Delikt.
  4. 4 Abstinenz ist nicht immer nötig. In bestimmten Fällen reicht kontrolliertes Trinken.
  5. 5 Bestehensquote: Rund 60 % bestehen beim ersten Versuch – mit guter Vorbereitung deutlich mehr.

Ab wann droht eine MPU wegen Alkohol?

Die Fahrerlaubnisbehörde ordnet die MPU nicht willkürlich an. Es gibt klare Regeln – und einige Grauzonen, die viele Betroffene überraschen. Grundsätzlich gilt: Je höher der Promillewert und je mehr Vorgeschichte, desto sicherer kommt die Anordnung. Einen ausführlichen Artikel dazu findest du unter Ab wann MPU wegen Alkohol?

Ab 1,6 Promille

MPU ist immer Pflicht

Wer mit 1,6 Promille oder mehr im Straßenverkehr erwischt wird, muss bundesweit eine MPU absolvieren – ohne Ausnahme. Das gilt auch auf dem Fahrrad oder E-Scooter.

1,1 – 1,59 Promille

MPU sehr wahrscheinlich

In Bayern und Baden-Württemberg wird ab 1,1 Promille standardmäßig eine MPU angeordnet. In anderen Bundesländern reichen Wiederholungstaten oder Ausfallerscheinungen.

0,5 – 1,09 Promille

MPU bei Wiederholung

Wer wiederholt mit 0,5 Promille oder mehr auffällt oder einen Unfall verursacht, muss mit einer MPU rechnen. Ersttäter kommen hier in der Regel mit einem Bußgeld davon.

Ohne Fahrzeug

MPU auch außerhalb des Verkehrs

Wer wiederholt durch alkoholbedingte Straftaten auffällt – etwa Schlägereien oder häusliche Gewalt unter Alkoholeinfluss – kann ebenfalls zur MPU geladen werden.

Gut zu wissen: Auch für Fahrradfahrer und E-Scooter-Fahrer gilt die 1,6-Promille-Grenze. Die MPU betrifft dann den Auto-Führerschein – auch wenn du gar nicht im Auto saßest. Ersttäter bei Trunkenheitsfahrten sollten sich frühzeitig informieren, was genau auf sie zukommt.

Ein wichtiger Sonderfall: Das Bundesverwaltungsgericht hat 2021 entschieden, dass auch bei einer erstmaligen Alkoholfahrt ab 1,1 Promille eine MPU angeordnet werden darf, wenn keine Ausfallerscheinungen dokumentiert wurden. Die Begründung: Wer bei diesem Alkoholpegel unauffällig wirkt, hat vermutlich eine hohe Alkoholgewöhnung – was wiederum Zweifel an der Fahreignung begründet. Details zu den Promillegrenzen findest du unter Ab wie viel Promille MPU?

So läuft die Alkohol-MPU ab

Die MPU ist kein Idiotentest und kein Quiz mit richtigen oder falschen Antworten. Es ist eine strukturierte Begutachtung, bei der Ärzte und Psychologen deine Fahreignung beurteilen. Der genaue Ablauf der MPU folgt einem festen Schema mit vier Teilen:

1

Fragebogen

Zu Beginn füllst du einen standardisierten Fragebogen zu deiner Person, deinem Alkoholkonsum und deiner Vorgeschichte aus. Sei hier ehrlich – die Angaben werden im psychologischen Gespräch abgeglichen.

2

Medizinische Untersuchung

Ein Arzt prüft deinen allgemeinen Gesundheitszustand: Blutdruck, Reflexe, Herzfunktion und den Bewegungsapparat. Bei einer Alkohol-MPU werden außerdem deine Leberwerte (CDT, EtG, Gamma-GT) kontrolliert. Auffällige Werte können das Ergebnis negativ beeinflussen. Mehr zur ärztlichen Untersuchung bei der MPU.

3

Leistungstest (Reaktionstest)

Am Computer werden Konzentration, Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit getestet. Das ist der Teil, vor dem die meisten am wenigsten Angst haben – zu Recht. Die Tests sind machbar, wenn du ausgeschlafen und nüchtern erscheinst. Wer vorab üben möchte, kann den MPU Reaktionstest-Simulator nutzen.

4

Psychologisches Gespräch

Das Herzstück der MPU – und der Teil, an dem die meisten scheitern. Ein Verkehrspsychologe befragt dich 30–60 Minuten lang zu deinem Delikt, deiner Alkoholgeschichte, deiner Einsicht und deinen konkreten Verhaltensänderungen. Es geht nicht darum, Reue vorzuspielen, sondern eine echte, glaubwürdige Veränderung darzulegen. Lies mehr dazu unter Wie verhalte ich mich beim psychologischen Gutachter?

Das Ergebnis bekommst du in der Regel nicht sofort, sondern als schriftliches Gutachten innerhalb von 10 bis 14 Werktagen. Die gesamte Untersuchung dauert zwischen 2 und 4 Stunden.

Typische Fragen bei der Alkohol-MPU

Die MPU Fragen bei Alkohol folgen keinem starren Katalog, aber bestimmte Themenbereiche tauchen in jeder Alkohol-MPU auf. Der Gutachter will verstehen, ob du dein Trinkverhalten wirklich reflektiert hast – oder nur auswendig gelernte Antworten herunterbeten kannst.

Delikttag „Schildern Sie den Tag der Trunkenheitsfahrt. Was genau haben Sie getrunken, wie viel, über welchen Zeitraum?"
Trinkhistorie „Wie hat sich Ihr Alkoholkonsum über die Jahre entwickelt? Wann haben Sie angefangen, regelmäßig zu trinken?"
Einsicht „Warum konnte es zu der Trunkenheitsfahrt kommen? Was war die eigentliche Ursache?"
Veränderung „Was haben Sie konkret verändert? Wie sieht Ihr Umgang mit Alkohol heute aus?"
Rückfallprävention „Wie stellen Sie sicher, dass so etwas nicht wieder passiert? Was tun Sie in Versuchungssituationen?"
Achtung: Die Frage „Warum sind Sie heute hier?" ist eine der häufigsten Einstiegsfragen – und gleichzeitig eine typische Fangfrage. Wer antwortet „Weil ich meinen Führerschein zurück will", hat den ersten Fehler gemacht. Die richtige Haltung: Du bist hier, weil du dein Verhalten grundlegend hinterfragen und verändern willst. Weitere allgemeine MPU-Fragen findest du in unserem Übersichtsartikel.

Der Gutachter merkt sofort, ob deine Antworten echt sind oder nur angelesen. Wer bei der MPU lügt, kommt nicht weiter – im Gegenteil. Unstimmigkeiten zwischen deinen Angaben, den Laborwerten und der Akte führen fast immer zum Durchfall. In unserem Artikel zu den Tricks der MPU-Psychologen erfährst du, wie die Gutachter methodisch vorgehen.

Abstinenznachweis: Brauchst du einen – und wie lange?

Eine der häufigsten Fragen von Betroffenen: „Muss ich komplett auf Alkohol verzichten?" Die Antwort ist: Es kommt darauf an. Nicht jeder braucht einen Abstinenznachweis, aber in vielen Fällen ist er der sicherste Weg zum positiven Gutachten.

Wann ist Abstinenz notwendig?

Situation Abstinenz? Dauer
Erstmaliges Delikt unter 2,0 Promille, keine Auffälligkeiten Oft nicht nötig
Erstdelikt ab 2,0 Promille Häufigster Fall Meist ja 6 – 12 Monate
Wiederholungstäter / 2. MPU Ja, zwingend 12 – 15 Monate
Hinweise auf Alkoholabhängigkeit Ja, zwingend 12 – 15 Monate
Kontrollverlust trotz Vorsätzen in der Vergangenheit Ja, empfohlen 12 Monate

Die Alternative zur Abstinenz ist das kontrollierte Trinken. Dabei weist du nach, dass du deinen Alkoholkonsum bewusst und verantwortungsvoll handhabst – ohne Exzesse, ohne Rauschzustände. Das setzt voraus, dass du kein Abhängigkeitsmuster zeigst und dein Promillewert beim Delikt nicht extrem hoch war. Ob kontrolliertes Trinken für deinen Fall realistisch ist, erfährst du auch in unserem Artikel MPU ohne Abstinenznachweis.

Welche Nachweisverfahren gibt es?

Für den Abstinenznachweis bei Alkohol stehen dir drei Verfahren zur Verfügung:

Verfahren Kosten pro Analyse Besonderheiten
Urinanalyse (EtG) 80 – 150 € 4 Screenings für 6 Monate, 6 für 12 Monate. Spontan und kurzfristig angesetzt. Mehr dazu: Alkohol im Urin nachweisbar
Haaranalyse Beliebt 150 – 250 € 3 cm Haarlänge decken ca. 3 Monate ab. 4 Analysen für 12 Monate. Haare dürfen nicht gefärbt oder gebleicht sein. Details: MPU Haaranalyse
PEth-Analyse (Blut) 100 – 200 € Seit 2023 zugelassen. Ein Blutstropfen genügt. Deckt ca. 3–4 Wochen ab.
Wichtig: Beginne mit den Abstinenznachweisen so früh wie möglich – idealerweise direkt nach dem Delikt, nicht erst kurz vor der MPU. Der häufigste Fehler ist, zu lange zu warten und dann die Sperrfrist sinnlos verstreichen zu lassen. Ob sich die Abstinenzdauer verkürzen lässt, solltest du individuell mit einem Verkehrspsychologen klären.

Wichtig ist auch, dass du dich nicht auf den Hausarzt allein verlässt. Die Proben müssen bei einem forensisch akkreditierten Labor genommen werden, sonst werden sie nicht anerkannt. Ein falscher positiver Befund – also ein positiver EtG trotz Abstinenz – kann durch bestimmte Lebensmittel oder Medikamente ausgelöst werden. Lass dich vorher dazu beraten.

Was kostet die MPU wegen Alkohol wirklich?

Die Kosten einer MPU sind seit 2018 nicht mehr einheitlich geregelt – jede Begutachtungsstelle legt ihre Preise selbst fest. Hier eine realistische Kostenaufstellung für eine typische Alkohol-MPU, damit du wirklich weißt, was die MPU komplett kostet:

Posten Kosten (ca.) Anmerkung
MPU-Gebühr (Begutachtung) 700 – 1.000 € Je nach Begutachtungsstelle. Vergleich der Begutachtungsstellen
Abstinenznachweise (6 Mon.) 400 – 700 € 4 Urinscreenings oder Haaranalysen
Abstinenznachweise (12 Mon.) 600 – 1.200 € 6 Urinscreenings oder 4 Haaranalysen
Vorbereitung Größter Hebel 250 – 3.000 € Online-Kurs ab 250 €, Einzelberatung beim Verkehrspsychologen 1.500 – 3.000 €. Kosten & Vergleich
Führerschein-Neuantrag 35 – 50 € Verwaltungsgebühr der Führerscheinstelle
Gesamt (realistisch) 1.500 – 4.500 € Je nach Abstinenzdauer und Vorbereitungsform

Wer bei der Vorbereitung spart, spart am falschen Ende: Ein negatives MPU-Gutachten bedeutet, dass du den gesamten Prozess – inklusive neuer Abstinenznachweise und einer erneuten Gebühr – wiederholen musst. Das summiert sich schnell auf zusätzliche 2.000 – 3.000 €. Der zeitliche und finanzielle Aufwand einer gescheiterten MPU ist erheblich höher als eine solide Vorbereitung.

Vorbereitung: Was wirklich hilft – und was rausgeworfenes Geld ist

Die Vorbereitung auf die Alkohol-MPU ist der wichtigste Faktor für den Erfolg. Gleichzeitig ist der Markt voller unseriöser Angebote. Hier eine ehrliche Einordnung der verschiedenen Vorbereitungswege – damit du dein Geld nicht an MPU-Abzocker verlierst.

Einzelberatung beim Verkehrspsychologen

Kosten: 1.000 – 3.000 € (5–15 Sitzungen)
Geeignet für: Komplexe Fälle, Wiederholungstäter, hohe Promillewerte.
Vorteil: Individuell auf deinen Fall zugeschnitten. Der MPU-Psychologe kennt die Denkweise der Gutachter und kann dir helfen, echte blinde Flecken aufzudecken.

Online-Kurs mit strukturiertem Programm

Kosten: 250 – 800 €
Geeignet für: Ersttäter mit klarer Bereitschaft zur Veränderung, die selbstständig arbeiten können.
Vorteil: Flexibel, ortsunabhängig, oft günstiger als Einzelberatung. Lies Erfahrungen mit Online-MPU-Vorbereitung und prüfe, ob ein Online-Kurs bei Alkoholfahrt zu deiner Situation passt.

Gruppenseminare mit „Geld-zurück-Garantie"

Kosten: 500 – 1.500 €
Problem: Oft unseriös. Keine Vorbereitung kann eine Bestehens-Garantie geben – das ist schlicht gelogen. Gruppenseminare können kaum auf individuelle Fälle eingehen. Wer dir MPU bestehen mit Garantie verspricht, will vor allem dein Geld.

Keine Vorbereitung

Die Durchfallquote ohne Vorbereitung liegt bei fast 50 %. Wer sich denkt „Das wird schon", riskiert eine Wiederholung mit monatelanger Verzögerung und tausenden Euro Mehrkosten. MPU ohne Vorbereitung – warum das fast immer schiefgeht.

Einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Vorbereitungswege – mit Kostenvergleich und Empfehlungen – findest du unter MPU Vorbereitung bei Alkohol und Beste MPU Vorbereitung. Wer sich über die Seriosität von MPU-Angeboten informieren möchte, findet dort klare Kriterien.

Dein Fahrplan: Von der Trunkenheitsfahrt zurück zum Führerschein

Die meisten Betroffenen machen den Fehler, erst am Ende der Sperrfrist mit der Vorbereitung zu beginnen. Der klügere Weg: Nutze die Sperrfrist aktiv. Hier ein realistischer Zeitplan, wie lange die Vorbereitung dauert:

Sofort nach Delikt Informieren, MPU-Anwalt konsultieren, Führerscheinakte anfordern. Bei Bedarf sofort mit Abstinenznachweisen starten.
Monat 1 – 3 Abstinenz oder kontrolliertes Trinken beginnen. Erstberatung beim Verkehrspsychologen. Ehrliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Trinkverhalten starten.
Monat 3 – 9 Regelmäßige Abstinenznachweise (Urin/Haar). Aktive MPU-Vorbereitung: Einzelgespräche oder Online-Kurs. Optional: Trinktagebuch führen.
Monat 9 – 12 Letzte Abstinenznachweise einsammeln. Vorbereitung intensivieren. MPU anmelden und Führerschein neu beantragen.
MPU-Tag Ausgeruht, nüchtern und gut vorbereitet erscheinen. Ehrlich sein. Nicht schauspielern. Unsere MPU Checkliste hilft dir, nichts zu vergessen.
Danach Gutachten bei der Führerscheinstelle einreichen. Bei positivem Ergebnis: Führerschein zurück. Bei negativem: MPU durchgefallen – was nun?

Sonderfälle und häufige Irrtümer

MPU auf dem Fahrrad oder E-Scooter

Ja, auch wer betrunken Rad fährt oder einen E-Scooter nutzt, kann eine MPU wegen Fahrrad aufgebrummt bekommen – mit Konsequenzen für den Auto-Führerschein. Die 1,6-Promille-Grenze gilt hier genauso.

MPU umgehen – geht das?

Manche Betroffene versuchen, die MPU zu umgehen – etwa durch einen EU-Führerschein ohne MPU oder durch einfaches Abwarten. Generell gilt: Die MPU lässt sich nicht einfach umgehen. Es gibt allerdings die Möglichkeit der MPU-Verjährung nach 10 bis 15 Jahren ohne weitere Auffälligkeiten – dann kannst du den Führerschein ohne MPU zurückbekommen. Für die meisten ist das aber keine realistische Option, besonders wenn der Job am Führerschein hängt.

Sperrfrist und Wartezeit

Nach einer Trunkenheitsfahrt wird in der Regel eine Sperrfrist verhängt – meist 6 bis 12 Monate. Ob eine Sperrfristverkürzung möglich ist, hängt vom Einzelfall ab. Den Antrag auf Neuerteilung kannst du bis zu 6 Monate vor Ablauf der Sperrfrist stellen. Der Artikel 1,7 Promille – wie lange ist der Führerschein weg? gibt dir einen konkreten Überblick.

MPU durchgefallen – was dann?

Wer die MPU nicht besteht, kann sie wiederholen – allerdings empfiehlt es sich, die Begutachtungsstelle zu wechseln und die Empfehlungen aus dem negativen Gutachten ernst zu nehmen. Ein Zweitgutachten kann in manchen Fällen ebenfalls eine Option sein.

Häufig gestellte Fragen zur Alkohol-MPU

Ab wie viel Promille muss ich zur MPU?
Ab 1,6 Promille ist die MPU bundesweit Pflicht – egal ob im Auto, auf dem Fahrrad oder E-Scooter. In Bayern und Baden-Württemberg kann sie bereits ab 1,1 Promille angeordnet werden. Bei Wiederholungstätern oder Unfällen unter Alkoholeinfluss ist sie auch bei niedrigeren Werten möglich. Alle Details: Ab wann MPU wegen Alkohol?
Was kostet die MPU wegen Alkohol insgesamt?
Rechne mit Gesamtkosten zwischen 1.500 und 4.500 €. Die reine Begutachtung kostet 700–1.000 €, Abstinenznachweise 400–1.200 € und die Vorbereitung 250–3.000 € je nach Form. Komplette Kostenübersicht
Muss ich komplett auf Alkohol verzichten?
Nicht zwangsläufig. Bei Ersttätern mit moderaten Promillewerten und ohne Hinweise auf Abhängigkeit kann kontrolliertes Trinken ausreichen. Bei hohen Werten, Wiederholungstaten oder Abhängigkeitsverdacht wird Abstinenz verlangt. Lass dich individuell beraten, bevor du dich festlegst.
Wie lange dauert die MPU?
Die Untersuchung selbst dauert 2–4 Stunden. Die gesamte Vorbereitung – inklusive Abstinenznachweisen – kann 6–15 Monate in Anspruch nehmen, je nach Fall. Mehr zur Dauer
Kann ich die MPU beim ersten Mal bestehen?
Ja – rund 60 % schaffen es beim ersten Versuch. Mit professioneller Vorbereitung steigt die Quote deutlich. Entscheidend ist nicht das Auswendiglernen von Antworten, sondern eine echte Auseinandersetzung mit deinem Trinkverhalten. Tipps dazu: MPU beim ersten Mal bestehen
Was passiert, wenn ich durchfalle?
Du kannst die MPU wiederholen – es gibt keine Wartefrist. Allerdings solltest du das negative Gutachten nicht bei der Führerscheinstelle einreichen, sondern erst die Empfehlungen des Gutachters umsetzen. MPU durchgefallen – was nun?
Kann ich die MPU umgehen?
Gegen die Anordnung selbst kannst du nicht klagen. Theoretisch „verjährt" die MPU-Pflicht nach 10–15 Jahren ohne weitere Auffälligkeiten – dann könntest du den Führerschein ohne MPU neu beantragen. Für die meisten ist Abwarten aber keine realistische Option. Mehr zum Thema MPU umgehen
Welche Leberwerte werden bei der MPU kontrolliert?
Typisch sind CDT, EtG, Gamma-GT und MCV. Auffällige Werte deuten auf regelmäßigen Alkoholkonsum hin und können das Ergebnis negativ beeinflussen – selbst wenn du dich gut auf das Gespräch vorbereitet hast. MPU Leberwerte erklärt
Wie finde ich die richtige Begutachtungsstelle?
Du kannst die Begutachtungsstelle frei wählen – sie muss nur amtlich anerkannt sein. Preise und Erfahrungen variieren. Wo ist die MPU am leichtesten? beleuchtet die Unterschiede. Unser MPU-Stellenfinder hilft dir bei der Suche.
Lohnt sich die Vorbereitung wirklich?
Eindeutig ja. Die Durchfallquote ohne Vorbereitung liegt bei fast 50 %. Eine gescheiterte MPU kostet dich nicht nur erneut Geld, sondern auch Monate – und oft auch den Job. Selbst eine günstige kostenlose Erst-Vorbereitung ist besser als keine.

Bereit für den ersten Schritt?

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Ben Ambros – Gründer von MPU-Wissen

Redaktion & Fachautor: Ben Ambros

Ben Ambros ist Gründer von – einer der führenden Plattformen zur MPU-Vorbereitung. Gemeinsam mit ehemaligen MPU-Gutachtern, Verkehrspsychologen, Juristen und Betroffenen stellt er sicher, dass Inhalte fachlich geprüft, praxisnah und rechtlich fundiert sind.

254+ verweisende Websites inkl. Wikipedia > 100 MPU-Fachartikel Schwerpunkt: MPU Online-Vorbereitung
Quellen & Verweise