Erfahrungen mit der Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung

Melle.V:
Die MPU ist die reinste Geldmacherei. Ich habe die MPU mehrmals nicht bestanden. Ich war ehrlich, einsichtig und habe mich geĂ€ndert. Die MPU besteht man nicht wenn man ehrlich ist und auch nicht wenn man mehrere 1000 € fĂŒr Vorbereitungskurse ausgibt. Haltet euch an die Beurteilungskriterien.

 

Thomas.H:
Der MPU Psychologe hat mich provoziert und als LĂŒgner hingestellt. Ich hatte keine Ahnung was man machen soll, damit man die MPU besteht. Die Mpu Berater zocken einen auch nur ab und versprechen einem das Blaue vom Himmel. Ich bin kein Alkoholiker oder DrogenabhĂ€ngiger einfach nur ein Familienvater der Fehler gemacht hat fĂŒr die er bezahlt hat und seinem Beruf nachgehen möchte.

 

Ali.S:
Ich habe einen Tag vorher gekifft und wurde mit THC im Blut angehalten. Ich habe meinen FĂŒhrerschein verloren und Bußgeld bezahlt. Anschließend eine Aufforderung zur MPU erhalten. Zwei Freunde von mir die eine Ă€hnliche Situation erlebt haben und auch eine MPU machen mĂŒssen haben mir dazu geraten, sich mit dem Thema intensiv auseinander zu setzen. Naiv in die MPU zu gehen ist keine Gute Idee weil die Gutachten Auswirkungen auf das danach haben. Ich habe die MPU mehrmals nicht bestanden, bis ich eine schlĂŒssige LĂŒgengeschichte aufgetischt habe. Lasst euch nicht an der Nase herumfĂŒhren.

MPU Vorbereitung online

Psychologisch & juristisch getestet

MPU Fragen zur Vorbereitung auf eine Medizinisch-Psychologischen Untersuchung

Die medizinisch-psychologische Untersuchung besteht aus ingesamt vier Teilen, dem allgemeinen Fragebogen, dem Leistungstest, der medizinischen Untersuchung und dem psychologischen GesprĂ€ch. Besonders der Fragenkatalog, um den sich dieser Artikel dreht, bedarf einer grĂŒndlichen inhaltlichen Vorbereitung. Er setzt sich ĂŒblicherweise aus allgemeinen, persönlichen und spezifischen Fragen zusammen. Erstere beziehen sich vor allem auf Ihre Persönlichkeit und Ihr fehlerhaftes Fahrverhalten, wĂ€hrend letztere sich mit den Themen „Fahren unter Alkohol-, Drogen- oder Medikamenteneinfluss“ befassen, je nachdem aus welchem Grund Ihnen Ihre Fahrerlaubnis entzogen wurde.

Allgemeine MPU-Fragen

Zu Beginn des Fragenkatalogs begegnen Ihnen hauptsĂ€chlich allgemeine Fragen, die sich meist mit Ihnen als Person und Ihrem Fahrverhalten, das letztlich zum FĂŒhrerscheinverlust fĂŒhrte, beschĂ€ftigen. Beispielsweise könnten Sie gefragt werden, wie lange Sie bereits im Besitz Ihres FĂŒhrerscheins sind. Hier wird eine genaue Antwort erwartet, denn der PrĂŒfer kann diese und Ă€hnliche Daten in ihren Akten nachlesen. Vorsicht ist jedoch bei Fangfragen geboten, bei denen die Antwort meist nicht ĂŒberprĂŒfbar bzw. eindeutig ist. Zum Beispiel, wenn Sie nach Ihren bereits gefahrenen Kilometern gefragt werden. In einem solchen Fall erwartet der Gutachter eine glaubwĂŒrdige und rasche Antwort. Brauchen Sie in den Augen des PrĂŒfers zu lange, könnte er annehmen, dass Sie sich nicht ausreichend auf den MPU Test vorbereitet und somit den Ernst der Lage nicht erfasst haben. Es fließen also nicht nur die eigentlichen Antworten, sondern auch die Zeit, die Sie fĂŒr diese benötigen, mit ins Endergebnis ein.

Persönliche Fragen

Mit der Beantwortung der persönlichen Fragen soll in Erfahrung gebracht werden, wie der PrĂŒfling sein Fehlverhalten im Straßenverkehr bewertet und welche SchlĂŒsse bzw. Konsequenzen er aus seinem Handeln zieht. Beispielsweise könnten Sie aufgefordert werden, sich selbst als Fahrer zu beschreiben. Hierbei gilt, wie fĂŒr die Beantwortung der meisten Fragen, dass Sie ehrlich antworten und sich Ihre Fehler eingestehen sollten. Der Gutachter möchte herausfinden, ob Sie Ihr Verhalten einschĂ€tzen können und somit in der Lage sind, sich selbst und Ihre Fehler zu reflektieren. Außerdem werden die PrĂŒflinge in diesem Teil des Fragebogens hĂ€ufig nach VerĂ€nderungen gefragt, die Sie nach dem FĂŒhrerscheinentzug vorgenommen haben, beispielsweise in der Frage:„ Was ist heute anders gegenĂŒber frĂŒher, was sind Ihre VorsĂ€tze?“ Diese ist eine der wichtigsten Fragen, denn Sie zeigt dem PrĂŒfer, ob Sie sich wirklich mit ihrem Fehlverhalten auseinandergesetzt und Ihre Einstellung diesbezĂŒglich geĂ€ndert haben. ZĂ€hlen Sie die VerĂ€nderungen auf. Dies ist besonders dann relevant, wenn die eigenen LebensumstĂ€nde die Ursache fĂŒr das Fahrdelikt darstellen.

Spezifische Fragen

Der spezifische Frageteil richtet sich nach dem Vergehen, wegen dem Ihnen die Fahrerlaubnis entzogen wurde. Wurden Sie alkoholisiert hinterm Steuer erwischt, werden Sie mit Fragen zum Thema „Fahren unter Alkoholeinfluss“ konfrontiert. HĂ€ufig werden Sie dazu aufgefordert, Ihre Deliktvorgeschichte, also Ihre vorangegangene Lebenssituation, zu schildern. Da den PrĂŒfern Ihre Akte vorliegt, sollten Sie Ihre Vergehen keinesfalls als „einmaliges Vergehen“ herunterspielen oder gar Dinge auslassen. Antworten Sie prĂ€zise und ehrlich.

Eine weitere hĂ€ufige Frage lautet:„ Warum glauben Sie, hat die Behörde Misstrauen an Ihrer Eignung zum FĂŒhren von Kraftfahrzeugen?“ Beantworten Sie auch diese Frage wahrheitsgemĂ€ĂŸ und geben Sie begangene Fehler zu. ErwĂ€hnen Sie darĂŒberhinaus, dass Sie bereit sind, an sich zu arbeiten, z.B. durch die Teilnahme an psychologischen Programmen und Therapiemaßnahmen.

Wurden Sie unter Drogen- oder Medikamenteneinfluss beim Autofahren erwischt, reicht es nicht aus, bloß die Fragen verantwortungsvoll und gewissenhaft auszufĂŒllen. Falls Sie zum Zeitpunkt des Tests nicht wirklich clean sind, wird sich dies spĂ€testens bei der medizinischen Untersuchung zeigen. Einige DrogenrĂŒckstĂ€nde können bekanntlich noch Monate spĂ€ter nachgewiesen werden. Beantworten Sie Fragen nach den von Ihnen konsumierten Drogen und den jeweiligen ZeitrĂ€umen ehrlich, listen Sie aber auf keinen Fall sĂ€mtliche Drogen auf, die Sie in Ihrem Leben möglicherweise konsumiert haben. In diesem Falle könnte der Gutachter Sie als rĂŒckfallgefĂ€hrdeten „Junkie“ einstufen.

Die wohl wichtigste Frage in diesem Teil ist, was Sie aktiv gegen Ihre Drogenproblematik tun. Ihre Beantwortung zeigt dem PrĂŒfer, ob Sie das Problem erfasst haben und darĂŒberhinaus bereit sind, sich zu Ă€ndern. ErwĂ€hnen Sie die Therapiemaßnahmen und die MPU Vorbereitung, an denen Sie bestenfalls auch wirklich teilnehmen, und auch die Schwierigkeiten, vor die dieser neue Lebenswandel Sie stellt. Die Gutachter einer MPU erwarten keinen perfekten Menschen, sondern möchten eine verĂ€nderte Einstellung bei den PrĂŒflingen erkennen, um sicher zu sein,  dass es nie wieder zu einem solchen Fehlverhalten im öffentlichen Straßenverkehr kommt.

Die Teilnahme an einer MPU ist keine willkĂŒrliche Entscheidung der Behörden, sondern die Konsequenz einer gravierenden AuffĂ€lligkeit im Straßenverkehr, z.B. durch Alkohol- oder Drogenkonsum. Es geht nicht darum, einstudierte Antworten auf Papier zu bringen, denn diese werden von den PrĂŒfern relativ schnell erkannt, sondern stattdessen ehrlich zu reagieren. Zu einer grĂŒndlichen inhaltlichen Vorbereitung zĂ€hlt somit nicht nur das Studieren von potenziellen Fragebögen im Internet, sondern auch eine grundlegende Änderung der eigenen Einstellung, die letztlich zum Verlust der Fahrerlaubnis fĂŒhrte.

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MPU-Fragebogen als Muster

Zu Beginn einer medizinisch-psychologischen Untersuchung muss ein umfangreicher Fragebogen ausgefĂŒllt werden. Dieser besteht aus allgemeinen Fragen zum Fahr- und Konsumverhalten, sowie den AuffĂ€lligkeiten im Straßenverkehr, die letztendlich zur Anordnung der MPU fĂŒhrten und spezifischen Fragen rund um die aktuellen LebensumstĂ€nde und die Biografie des Teilnehmers. Die Beantwortung des Fragenkatalogs nimmt etwa 30 Minuten in Anspruch und kann mithilfe von Musterbögen wie diesem gezielt vorbereitet werden.

MPU Fragen zum Gesundheitszustand und Konsumverhalten

1. Liegt eine körperliche Behinderung bei Ihnen vor, wenn ja, welche?
Seit wann liegt die Behinderung vor und in welchem Grad?

2. Befinden Sie sich in regelmĂ€ĂŸiger Ă€rztlicher Behandlung, wenn ja, weshalb?

3. Befinden Sie sich aktuell in Àrztlicher Behandlung, wenn ja, seit wann?

4. Nehmen Sie Medikamente ein, wenn ja, welche?

5. Handelt es sich um eine regelmĂ€ĂŸige oder vorĂŒbergehende Medikamenteneinnahme?

6. Besteht bzw. bestand bei Ihnen eine der folgenden Erkrankungen/ Gesundheitsstörungen? Falls Sie mit ja antworten, bitte ggf. ergÀnzende Angaben eintragen.

*HÀufige ErkÀltungen
*Vermehrte Kopfschmerzen
*Magen-Darm-Erkrankungen oder Beschwerden
*Lebererkrankungen (z.B. EntzĂŒndungen, Gelbsucht, Blutgerinnungsstörung)
*Erhöhter Blutdruck
*Herzschmerzen
*RĂŒckenschmerzen
*Sonstige Erkrankungen bzw. Beschwerden (z.B. Diabetes)
*EingeschrÀnkte BewegungsfÀhigkeit des Kopfes, der Arme und Beine
*EingeschrÀnktes Hörvermögen
*EingeschrÀnktes Sehvermögen (Benutzen Sie beim Lesen und/ oder Autofahren eine Sehhilfe?)
*Dauerhafte gesundheitliche SchÀdigungen durch UnfÀlle
Fragen zum Konsumverhalten

1. Haben Sie in den letzten sechs Monaten Schmerzmittel zu sich genommen, wenn ja, warum und welche?

2. Haben Sie in den letzten zwölf Monaten Schlaf-, Beruhigungs- oder Aufputschmittel o.À. zu sich genommen, wenn ja, welche?

3. Haben Sie jemals legale oder illegale Rauschmittel/ Drogen konsumiert, wenn ja, wann und welche?

4. Kommen Sie wĂ€hrend der AusĂŒbung Ihres Berufs aktiv mit Chemikalien/ gesundheitsschĂ€dlichen Stoffen in Kontakt, wenn ja, welchen?

Fragen zur Fahrerlaubnis

1. Wann haben Sie Ihre Fahrerlaubnis erworben? Welche Klasse?

2. Wurden vor Anordnung der medizinisch-psychologischen Untersuchung bereits Fahrverbote gegen Sie verhĂ€ngt? Wenn ja, fĂŒr wie lange und aus welchen GrĂŒnden?

3. Wurde Ihnen vor Anordnung der medizinisch-psychologischen Untersuchung bereits schon einmal die Fahrerlaubnis entzogen? Wenn ja, wurde Ihnen Ihre Fahrerlaubnis wieder ausgehÀndigt?

4. Wieviele Kilometer sind Sie schÀtzungsweise in den letzten 12 Monaten gefahren?

5. Sind Sie bereits zuvor als Verkehrsteilnehmer auffÀllig geworden (z.B. durch UnfÀlle)?

6. Wenn ja, standen Sie bei diesen UnfÀllen unter Alkoholeinfluss?

7. Welche Strafen folgten auf die von Ihnen verursachten UnfÀlle?

8. Laufen aktuelle Strafverfahren gegen Sie?

9. Wurden Sie schonmal zu einer amtlich anerkannten medizinisch-psychologischen Untersuchung vorgeladen?

10. Wie wĂŒrden Sie Ihr Fahrverhalten/ Ihren Fahrstil beschreiben?

Fragen zum Konsum von Alkohol (eine Einheit Glas Alkohol: 0,2 l Bier, 0,1 l Wein/ Sekt, 0,02 l Schnaps)

1. Wieviel Glas Alkohol tranken Sie vor der Fahrt, die letztendlich zu Ihrem FĂŒhrerscheinverlust bzw. zu der heutigen MPU fĂŒhrte?

2. Haben Sie wĂ€hrend des Fahrens die Folgen/ Auswirkungen Ihres Alkoholkonsums gespĂŒrt?

3. Wieviele Kilometer fuhren Sie, bis Sie sich der Folgen/ Auswirkungen Ihres Alkoholkonsums bewusst wurde?

4. Wie hoch war Ihr Promillegehalt?

5. Endete die Fahrt durch einen Unfall?

6. Haben Sie bereits zuvor unter Alkoholeinfluss aktiv am Straßenverkehr durch FĂŒhrung eines Kraftfahrzeugs teilgenommen?

Fragen zum Konsum von weiteren Genussmitteln

1. Trinken Sie regelmĂ€ĂŸig koffeinhaltigen Kaffee? Wenn ja, wie hoch ist Ihr Tagesdurchschnitt?

2. Rauchen Sie regelmĂ€ĂŸig nikotinhaltige Zigaretten, Zigarren oder Pfeifen? Wenn ja, wie hoch ist Ihr Tagesdurchschnitt?

Fragen zur aktuellen Lebenssituation

1. Welche berufliche TĂ€tigkeit ĂŒben Sie aus?

2. Wenn arbeitslos, seit wann?

3. Beschreiben Sie Ihre familiÀren Beziehungen (Familie, Ehe, Scheidung, Kinder)

4. Beschreiben Sie, wie Sie ĂŒblicherweise Ihre Wochentage und Wochenenden verbringen

2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Hallo Mr. MPU,
    ich habe aktuell 8 Punkte in Flensburg. Einer kommt noch fĂŒr zu schnell fahren dazu. Insgesamt sind 4 Punkte fĂŒr zu schnell fahren.
    Ich bin selbstĂ€ndig und auf meinen FĂŒhrerschein angewiesen.
    Besteht der Möglichkeit einer Ausnahmeregelung ? Das sind doch besondere UmstÀnde!

    Danke und viele GrĂŒĂŸe
    K.KĂŒhn

    • mpu_manager
      28. Juni 2019 21:27

      Hallo Herr KĂŒhn,
      vielen Dank fĂŒr dein Kommentar. Bei 8 Punkten in Flensburg ist der FĂŒhrerschein in der Regel weg. Es sei denn die Behörde hat Sie vergessen vorab ĂŒber Ihren Punktstand zu informieren. Wenn Ihr Bussgeldbescheid fĂŒr die neuen VerkehrsverstĂ¶ĂŸe noch nicht rechtskrĂ€ftig ist, können Sie eventuell bei einem Widerspruch und einer anschließenden Gerichtsverhandlung Ihre persönliche Situation darlegen, sodass in einem besonderem HĂ€rtefall Ihre Strafe und Fahrverbot angepasst wird. Wir betonen, dass dies keine Rechtsauskunft ist sondern lediglich unsere Meinung.

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