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MPU Wissen
Transparente Kriterien
statt Angst und Sitzungs-Abhängigkeit.
Gegen
Angst Unsicherheit Intransparenz finanziellen Druck Sitzungs-Abhängigkeit
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Gutachterkriterien klare Bewertungspunkte nachvollziehbare Story strukturierte Vorbereitung
MPU Wissen erklärt das System so, wie es bewertet wird – damit Unsicherheit verschwindet und Vorbereitung nicht von Angst oder Sitzungen abhängt. mehr dazu →

MPU Wissen · Deutschland · Richtwerte (abhängig von Anlass, Stelle, Region) · Stand: Januar 2026

MPU Kosten: Was du wirklich einplanen solltest

Du suchst „MPU Kosten“, weil du nicht noch mehr Theorie brauchst – sondern Antworten: Was kommt auf mich zu? Was zahle ich wann? Und wo verbrenne ich Geld, wenn ich’s falsch angehe? Genau darum geht’s hier: Kostenblöcke, Reihenfolge, typische Fallen – ohne Tricks, ohne Druck.

Wichtige Einordnung vorab

Es gibt nicht „die“ MPU-Kostenliste. Der Betrag hängt davon ab, warum du zur MPU musst (Alkohol, Drogen, Punkte, Medikamente), was genau geprüft wird (Fragestellung), ob Nachweise gebraucht werden (z. B. Abstinenz) und welche Begutachtungsstelle / Labore du nutzt.

Deshalb funktioniert Planung so: nicht nach einer Zahl suchen – sondern die Kostenblöcke kennen und die Reihenfolge sauber setzen. Genau das verhindert die teuren Umwege: falsche Nachweise, zu frühe Termine, Neustarts.

Kurz & knapp

  • Du zahlst nicht „die MPU“, sondern ein Paket: Gutachten + ggf. Medizin/Labor + ggf. Nachweise + Vorbereitung + Behörde.
  • Alkohol- und Drogenfälle werden oft teurer, weil Nachweise und Labor über Monate dazukommen.
  • Der Preis hängt an Fragestellung, Stelle, Labor und Region – deshalb sind Spannen realistischer als „ein Fixpreis“.
  • Die teuersten Fehler sind: falsche Nachweise, zu früher Termin, Vorbereitung ohne Substanz.
  • Wenn du sparen willst: spar an Umwegen – nicht an Klarheit.

MPU Kosten im Überblick

Die meisten scheitern nicht daran, den Preis zu finden – sondern daran, ihn zu planen. Vor allem Nachweise und Vorbereitung laufen selten „an einem Tag“, sondern über Wochen oder Monate. Genau dort entstehen die Überraschungen.

Wichtig: Alle Beträge sind Richtwerte. Deine Behörde, deine Fragestellung und die gewählte Stelle können das nach oben oder unten verschieben.

Kostenblock Wofür? Richtwert (Spanne) Wann fällig?
MPU-Gutachten / Begutachtungsstelle Gespräch, ggf. Leistungstest, Auswertung und Gutachten ca. 500–1.200 € Meist vor/bei Terminbuchung oder am Untersuchungstag (je nach Stelle)
Medizinische Untersuchungen Ärztliche Untersuchung, Laborwerte, ggf. Zusatzdiagnostik je Fragestellung ca. 100–400 € Vor oder am MPU-Tag (abhängig vom Ablauf der Stelle)
Abstinenznachweise / Screenings Urin-Screenings oder Haaranalysen (falls gefordert/bei dir sinnvoll) ca. 300–1.500 € Über mehrere Monate verteilt (Programm/Zeitraum)
Vorbereitung Aufarbeitung, Struktur, Unterlagen, Gesprächssicherheit ca. 0–2.000+ € Vor der MPU, häufig über Wochen/Monate
Behördliche Kosten Gebühren rund um Fahrerlaubnis (Anträge, ggf. Aktenversand) ca. 50–300 € Rund um Antrag/Verwaltung (Zeitpunkt variiert)
Zusatzkosten (möglich) Fahrt/Übernachtung, Dokumente, ggf. erneute Tests/Nachweise ca. 0–500+ € Situationsabhängig

Tipp: Plane nicht nur den MPU-Tag. Plane den Weg dahin. Die meisten Überraschungen stecken in Nachweisen (Zeit + Termine) und Vorbereitung (Stabilität + Unterlagen).

Woraus setzen sich die MPU Kosten zusammen?

1) Gutachten / Begutachtungsstelle

Das ist der Kern: Untersuchungsteile plus Gutachten. Der Preis hängt stark an der Frage: Was soll geprüft werden? Ein einzelnes Thema ist oft weniger aufwendig als mehrere Fragestellungen zusammen. Wenn du hier unsicher bist: Erst klären – dann buchen.

2) Medizinische Untersuchungen

Je nach Anlass gehören medizinische Bestandteile dazu: Laborwerte, ärztliche Untersuchung, ggf. zusätzliche Diagnostik. Bei Konsumthemen oder Medikamenten kann das mehr werden – bei Punktefällen oft weniger.

3) Abstinenznachweise / Screenings

Nachweise sind ein häufiger Geld- und Zeitfaktor, weil sie nicht „einmal kurz“ erledigt sind. Der Klassiker, der später richtig teuer wird: Start ohne Plan – falscher Zeitraum, falsche Methode, falscher Anbieter.

Wenn Alkohol bei dir eine Rolle spielt: Wie lange ist Alkohol im Urin nachweisbar?

4) Vorbereitung

Vorbereitung ist kein „Extra“. Sie entscheidet oft, ob du einmal zahlst – oder zweimal. Gemeint ist nicht „schöne Antworten“, sondern: Verstehen, verändern, belegen. Deine Geschichte muss zur Akte passen, und deine Veränderung muss im Alltag stehen – nicht nur im Kopf.

5) Behördliche Kosten

Zusätzlich kommen Gebühren rund um Antrag/Verwaltung dazu. Nicht riesig, aber fest einplanen – sonst nervt es genau dann, wenn du ohnehin genug im Kopf hast.

Kosten nach Anlass: Alkohol, Drogen, Punkte, Medikamente

Die Muster hier helfen beim Einordnen. Was bei dir gilt, hängt an der behördlichen Fragestellung, deiner Vorgeschichte und der gewählten Stelle.

Punkte

Was treibt die Kosten? Häufig Gutachten + eine Vorbereitung, die deine Verhaltensänderung wirklich greifbar macht.

Worauf achten? Meist keine Abstinenz. Fehler passieren eher bei: „Warum ist es passiert?“ und „Was ist heute konkret anders?“

Alkohol

Was treibt die Kosten? Häufig Nachweise (wenn gefordert/sinnvoll) plus Labor/medizinische Anteile.

Worauf achten? Früh entscheiden: Welche Strategie ist realistisch? Spät anfangen ist der häufigste Geldkiller.

Drogen

Was treibt die Kosten? Sehr oft Nachweise über längere Zeit plus Laboranteile.

Worauf achten? Saubere Dokumentation. Lücken oder falsche Programme führen schnell zum „Neustart“.

Medikamente

Was treibt die Kosten? Häufig medizinische Abklärung (Behandlungsverlauf, Unterlagen, ggf. Facharztberichte).

Worauf achten? Klare, nachvollziehbare Dokumente. Keine Übertreibungen, keine Heldengeschichten – das fällt eher zurück als dass es hilft.

So sparst du Geld – ohne Risiko

Sparen heißt hier nicht „billig“. Sparen heißt: keine Umwege. Die meisten sparen am meisten, wenn sie die Reihenfolge richtig setzen und früh genug starten.

5–7 Schritte, die wirklich Geld sparen

  1. Fragestellung zuerst. Bevor du irgendetwas buchst: klären, was geprüft werden soll. Das entscheidet über Nachweise und Umfang.
  2. Rückwärts planen. Wenn Nachweise eine Rolle spielen, beginnt die Planung nicht „nächste Woche“, sondern so früh wie nötig.
  3. Nachweise passend wählen. Urin oder Haar ist keine Glaubensfrage. Es muss zu Fall, Zeitraum und Anforderungen passen.
  4. Vorbereitung mit Substanz. Fokus auf Einsicht, Auslöser, Schutzfaktoren, konkrete Veränderungen, Rückfall-/Risikomanagement – nicht auf Formulierungen.
  5. Unterlagen sammeln – ordentlich. Wer Dokumente sauber führt, trifft bessere Entscheidungen und spart Zeit (und oft Geld).
  6. Termin erst dann, wenn die Basis steht. Ein zu früher MPU-Termin kann teuer werden, wenn Nachweise oder Aufarbeitung nicht abgeschlossen sind.
  7. Puffer einbauen. Zeit und Geld. Für Anfahrt, Zusatzunterlagen, Verzögerungen.

Was du NICHT tun solltest

  • Kein Aktionismus: „Ich mach mal irgendein Screening“ ohne Plan.
  • Keine Garantien kaufen: Wer dir Erfolg verspricht, verkauft oft Hoffnung statt Substanz.
  • Nicht am falschen Punkt sparen: Fehlende Vorbereitung erhöht das Risiko von Folgeausgaben.
  • Keine Widersprüche bauen: Unvollständige oder widersprüchliche Angaben kosten Vertrauen – und im Zweifel Geld.

Wenn du den Ablauf als Gerüst brauchst: MPU Ablauf.

Typische Kostenfallen

Die meisten Kostenfehler entstehen nicht aus „Unwissen“, sondern aus Druck. Hier sind die Fallen, die wir am häufigsten sehen:

  • Zu früher MPU-Termin: Nachweise/Aufarbeitung noch nicht fertig → zusätzliche Gebühren oder erneute Termine.
  • Falscher Nachweiszeitraum: zu kurz/ungeeignet → verlängern oder neu starten.
  • Unpassende Nachweisart: Haar vs. Urin ohne Plan → doppelte Kosten.
  • Vorbereitung ohne Substanz: viele Stunden, aber keine klare Linie → im Gespräch weiterhin unsicher.
  • Unterlagen lückenhaft: Verzögerungen, Extrawege, manchmal zusätzliche Untersuchungen.
  • Unrealistische Darstellung: Widersprüche oder Übertreibungen → erhöhtes Risiko, mehr Aufwand, mehr Kosten.
  • Kleine Posten, die sich summieren: Anfahrt, Termine, ggf. Übernachtung.
  • Kein Monatsbudget: Screenings laufen gestaffelt – ohne Plan wird’s eng.
  • Zu spät starten: Zeitdruck führt zu teuren „Sofortlösungen“, die oft nicht passen.

Wenn du schon einmal durchgefallen bist und jetzt verhindern willst, nochmal in die gleiche Richtung Geld zu schieben: MPU durchgefallen – was nun?

Beispiel-Rechnung: 2 Szenarien

Wichtig: Das sind Richtwerte zur Orientierung. Abweichungen sind normal (Anlass, Stelle, Region, Fragestellung, Verlauf).

Szenario A: Punkte

  • MPU-Gutachten: ca. 500–900 €
  • Medizinische Untersuchungen: ca. 0–200 € (falls Bestandteil)
  • Vorbereitung: ca. 0–1.200 € (je nach Umfang/Format)
  • Behörde: ca. 50–300 €
  • Zusatzkosten: ca. 0–200 €

Orientierungs-Gesamt: ca. 550–2.800 €
Hier frisst selten „der Test“ das Geld – sondern die Frage, wie klar du deine Veränderung belegen kannst.

Szenario B: Alkohol oder Drogen

  • MPU-Gutachten: ca. 700–1.200 €
  • Medizinische Untersuchungen/Labor: ca. 150–400 €
  • Abstinenznachweise: ca. 300–1.500 € (je nach Art/Zeitraum)
  • Vorbereitung: ca. 300–2.000+ €
  • Behörde: ca. 50–300 €
  • Zusatzkosten: ca. 0–300 €

Orientierungs-Gesamt: ca. 1.500–5.700+ €
Der Unterschied entsteht oft durch Nachweise und Vorlaufzeit: Monate statt Tage.

FAQ: Häufige Fragen zu MPU Kosten

1) Wie viel kostet die MPU insgesamt?

Meist landest du irgendwo zwischen „ein paar Hundert“ und „mehrere Tausend“ – je nach Anlass, Nachweisbedarf und Umfang. Plane nicht nur einen Betrag, sondern die Bausteine (Gutachten, Nachweise, Vorbereitung, Behörde) plus Puffer.

2) Was kostet das MPU-Gutachten?

Als Richtwert liegt das Gutachten häufig grob bei 500–1.200 €. Je mehr geprüft wird, desto eher bewegt es sich Richtung obere Spanne.

3) Welche Kosten entstehen für Abstinenznachweise?

Je nach Methode (Urin/Haar), Zeitraum und Labor liegen Nachweise oft grob bei 300–1.500 € oder mehr. Der teure Teil ist häufig nicht der einzelne Test, sondern der Zeitraum – und ein Neustart, wenn du falsch planst.

Für Alkohol konkret: Wie lange ist Alkohol im Urin nachweisbar?

4) Warum sind Alkohol- und Drogenfälle oft teurer?

Weil oft mehr dazukommt: Labor/medizinische Bestandteile und Nachweise über Monate – plus eine intensivere Aufarbeitung.

5) Kann man MPU-Kosten in Raten zahlen?

Das hängt vom Anbieter ab. Manche Posten laufen automatisch gestaffelt (z. B. Nachweise über Monate), andere sind eher „auf einmal“ (z. B. das Gutachten). Klär die Zahlungsbedingungen früh, bevor du dich festlegst.

6) Was kostet eine MPU-Vorbereitung?

Von 0 € (Selbststudium) bis zu mehreren tausend Euro – je nach Umfang und Begleitung. Entscheidend ist nicht „viel“ oder „wenig“, sondern ob du danach eine klare, stimmige Linie hast.

7) Welche Kosten entstehen bei Nichtbestehen?

Dann kommen oft erneut Gutachtenkosten dazu – und manchmal weitere Nachweise und zusätzliche Vorbereitung. Darum ist eine zu frühe MPU ohne Grundlage häufig der teuerste Weg.

Wenn du das schon erlebt hast: MPU durchgefallen – was nun?

8) Wann fallen welche Kosten an?

Nachweise verteilen sich meist über Monate. Vorbereitung läuft parallel. Die Kosten fürs Gutachten fallen meistens bei Termin/Untersuchung an. Behördengebühren tauchen rund um Antrag/Verwaltung auf. Wenn du dir das als Ablauf-Plan anschauen willst: MPU Ablauf.

Fazit

MPU Kosten sind kein Rätsel. Sie sind ein System aus Bausteinen: Gutachten, Medizin/Labor, mögliche Nachweise, Vorbereitung und Behörde. Wenn du die Reihenfolge sauber setzt und nicht aus Druck falsche Schritte machst, sparst du meistens Geld, Zeit und Nerven.

Perfekt neutral war gestern. Klarheit ist heute.

Nächste Schritte

  1. Überblick holen: MPU Ablauf.
  2. Wenn Alkohol eine Rolle spielt: Wie lange ist Alkohol im Urin nachweisbar?
  3. Wenn du schon einmal durchgefallen bist: MPU durchgefallen – was nun?

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