MPU
Die MPU folgt einem System. Wer das versteht, liefert dem Gutachter keinen Grund mehr.
Sag mir in drei Minuten, wo du stehst. In sechs Stunden hast du meine Einschätzung im Postfach: was bei dir zuerst dran ist und wo dein Risiko liegt.
Ich bin Ben. 2015 saß ich selbst in der MPU. Seit über zehn Jahren entwickle ich diese Vorbereitung zusammen mit Betroffenen wie dir weiter – 16 Updates allein 2026.Wann ich dir nicht helfen kann
- Wenn sich bei dir nichts ändern soll: Dann ist der Termin zu früh, nicht die Vorbereitung zu schwach.
- Wenn du fertige Sätze auswendig lernen willst: Hört ein Gutachter in zwei Minuten.
Frage 1
Welche MPU steht bei dir an?
Alkohol Drogen oder Cannabis Punkte / Verstöße Medikamente Fahren ohne Führerschein Weiß ich nicht genau★ 4,7 · 137 Bewertungen
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So sieht es drinnen aus · Gutachter-Simulation
„Was ist heute anders als damals?“
Deine Antwort: „Ich habe daraus gelernt und würde so etwas nie wieder machen.“
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0,58 ‰: Staatsfeind?

Kurz & knapp: Zweite Alkoholfahrt 2018, Strafe bezahlt, drei Monate Fahrverbot abgesessen. Nach bestandener MPU sollte ich einen § 70-Alkoholkurs machen – allerdings nur, wenn ich meinen Führerschein freiwillig abgebe. Laut Verordnung dürfen Kursteilnehmer nämlich keine gültige Fahrerlaubnis haben. Für mich klang das wie Hohn – neun Monate lang durfte ich legal fahren, dann galt ich plötzlich wieder als „Gefahr für Leib und Leben“. Hier die ganze Odyssee – plus die Paragraphen, die dieses Paradox ermöglichen.
2010: mein erster Fehler
Frühjahr 2010: 0,7 ‰, 500 € Bußgeld, ein Monat Fahrverbot, Punkte. Ich schwöre: „Nie wieder!“
Herbst 2018: Rückfall
Routinekontrolle: 0,58 ‰. Als Wiederholungstäter kassiere ich 1 000 €, zwei Punkte und drei Monate Fahrverbot. Ich gebe den Führerschein noch in derselben Nacht ab, hole ihn 90 Tage später zurück und fahre neun Monate absolut unauffällig.
MPU mit Haken
September 2019: Brief der Führerscheinstelle München. „Bitte MPU absolvieren.“ Ich zahle, mache Tests, Leberwerte – bestehe. Ganz unten steht aber die Auflage: Alkoholkurs nach § 70 FeV, vier Termine, reine Anwesenheit, rund 400 €.
„Erst den Schein abgeben …“
Bei der Anmeldung erklärt der Mitarbeiter knapp: „Teilnahme nur, wenn Sie Ihren Führerschein vorher freiwillig hinterlegen.“ Ein Kurs ohne Prüfungsrisiko – und ich soll den gültigen Schein abliefern? Begründung: In die Kurse dürfen nur Nicht-Inhaber aufgenommen werden.
Klage & Drohbriefe
Ich verweigere, klage. Drei Einschreiben später stempelt mich die Behörde als „Gefahr für Leib und Leben“ ab und droht sofortigem Zwangsentzug. Solange der Kurs offen ist, gelte meine Eignung nur als „bedingt“ – bei Zweifeln müsse die Fahrerlaubnis ruhen.
Der Richter ruft an
Einer der drei Richter meldet sich persönlich. Er versteht mein Kopfschütteln, weist aber auf neuere Urteile hin, die genau diese Reihenfolge verlangen. Seine Warnung:
- Zwei Kollegen werden wohl der Behörde folgen.
- Den Führerschein müsste ich ohnehin abgeben; er bliebe bis zum Urteil eingezogen.
- Berufung kann Jahre dauern und teuer werden.
Aus der Praxis — Ben Ambros
Fahrrad und E-Scooter zählen voll. „Ich habe das Auto doch extra stehen lassen“ höre ich oft – bewertet wird aber deine Eignung, nicht das Fahrzeug.
Kapitulieren oder jahrelang laufen?
Ich brauche das Auto für den Job. Also ziehe ich die Klage zurück, gebe den Führerschein „freiwillig“ ab, sitze vier Abende Kurs, unterschreibe die Liste – und bekomme die Karte zurück. Logisch? Für mich nicht, aber es war der schnellste Weg.
Warum verlangt die Behörde das?
| Behördliche Logik | Mein Gefühl dazu |
|---|---|
| § 70 FeV: In den Kurs dürfen nur Personen ohne Fahrerlaubnis sein – sonst verliert der Kursträger seine Zulassung. | Ich hatte den Schein rechtmäßig zurück, war neun Monate unauffällig unterwegs. Warum noch einmal abgeben – nur für eine Anwesenheitsliste? |
| § 3 Abs. 1 StVG: Bestehen Eignungszweifel, muss die Behörde die Fahrerlaubnis entziehen oder ruhen lassen. | Die MPU bescheinigt doch Eignung; der Kurs ändert daran nichts. Die angebliche „Gefahr“ wirkt konstruiert. |
| Aktuelle Rechtsprechung: Kursauflagen sollen nur Nicht-Inhabern gemacht werden. Die Behörde zieht den Schein daher nachträglich ein. | Ich werde zum Spielball eines Timing-Fehlers: Erst Schein, dann Kursauflage – jetzt repariert man das auf meinem Rücken. |
Mein Fazit
Juristisch stützt sich die Behörde auf klare Paragraphen. Menschlich bleibt es absurd: Neun Monate darf ich fahren, dann zieht man mir den Führerschein wieder ab – nicht wegen eines neuen Fehlers, sondern weil der Ablauf falsch herum gestartet wurde.
| Emotion | Erkenntnis |
|---|---|
| Fassungslosigkeit | „Freiwillige“ Abgabe kann faktisch erzwungen werden. |
| Wut | Neutralität endet, sobald der erste Drohbrief kommt. |
| Realismus | Bürokratie hat mehr Ausdauer als Idealismus. |
| MPU-Wissen | Heute nutze ich meine Erfahrung, um anderen diese Paradoxien zu ersparen. |
Rechtsgrundlagen und Quellen
- § 11 FeV: Eignung und Anordnung von Gutachten
- § 13 FeV: Klärung von Eignungszweifeln bei Alkoholproblematik
- Anlage 4 FeV: Eignung bei Erkrankungen und Mängeln, auch Alkohol und Drogen
- Anlage 4a FeV: Grundsätze für die Begutachtung
- BASt: Zahl der MPU-Begutachtungen und Ergebnisse 2024
- Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung (BASt) und Beurteilungskriterien: Grundlage, nach der Gutachter die Fahreignung bewerten
Über deinen Einzelfall entscheiden Fahrerlaubnisbehörde und Begutachtungsstelle. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung. Stand der Quellenangaben: Oktober 2026. Verantwortlich: BenAmbros Media GmbH.
