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MPU wegen Drogen – Der vollständige Guide 2025/2026

MPU wegen Drogen: Cannabis, Kokain, Amphetamine – was wirklich auf dich zukommt

Rund 30 % aller MPU-Verfahren in Deutschland gehen auf Drogendelikte zurück – Tendenz steigend. Seit der Cannabis-Teillegalisierung 2024 herrscht massive Verunsicherung: Brauche ich überhaupt noch eine MPU? Was hat sich geändert? Und was gilt für härtere Substanzen? Dieser Guide liefert dir ehrliche Antworten – differenziert nach Substanz, mit allen Kosten und einem klaren Fahrplan zurück zum Führerschein.

MPU wegen Drogen – das Wichtigste auf einen Blick

  1. 1 Harte Drogen (Kokain, Amphetamine, MDMA, Heroin): Bereits einmaliger Konsum führt fast immer zur MPU – null Toleranz.
  2. 2 Cannabis: Seit 2024 gilt der THC-Grenzwert 3,5 ng/ml. Ersttäter kommen häufiger ohne MPU davon. Bei Wiederholern, hohen Werten oder Mischkonsum bleibt die MPU Pflicht.
  3. 3 Abstinenz ist fast immer Pflicht: 6 Monate (Cannabis, günstige Fälle) bis 15 Monate (harte Drogen, Mischkonsum).
  4. 4 Kosten gesamt: Rechne mit 2.000 – 6.000 € (MPU + Abstinenznachweise + Vorbereitung).
  5. 5 Auch ohne Fahrt möglich: Schon der Besitz illegaler Substanzen kann zur MPU führen – selbst wenn du nicht am Steuer saßt.

Cannabis-Legalisierung 2024: Was hat sich für die MPU geändert?

Seit dem 1. April 2024 ist Cannabis in Deutschland unter bestimmten Bedingungen legal. Für den Straßenverkehr wurde am 1. Juli 2024 ein THC-Grenzwert von 3,5 ng/ml im Blutserum eingeführt. Das klingt nach Entwarnung – ist es aber nur teilweise.

Was sich geändert hat

Entlastung für Gelegenheitskonsumenten

Wer unter 3,5 ng/ml THC bleibt und keine Ausfallerscheinungen zeigt, begeht keine Ordnungswidrigkeit. Ersttäter mit niedrigen Werten kommen häufiger ohne MPU davon. Die Amnestieregelung kann alte Fälle entschärfen.

Was sich nicht geändert hat

MPU bleibt bei problematischem Konsum

Wiederholungstäter, hohe THC-/THC-COOH-Werte, Mischkonsum (Cannabis + Alkohol), Unfälle und Fahranfänger: Hier bleibt die MPU weiterhin Pflicht. Die Anforderungen an Abstinenznachweise sind sogar gestiegen.

Achtung Fahranfänger: Für Personen in der Probezeit und unter 21 Jahren gilt weiterhin ein absolutes Cannabis-Verbot am Steuer – genau wie beim Alkohol. Der 3,5 ng/ml-Grenzwert gilt hier nicht. Mehr dazu in unserem Artikel zur Cannabis-Legalisierung und dem Weg zurück zum Führerschein.

In der Praxis zeichnet sich ein Trend ab: Werte zwischen 3,5 und 10 ng/ml THC werden zunehmend wie Alkoholwerte zwischen 0,5 und 1,1 Promille behandelt – also als Ordnungswidrigkeit ohne MPU. Erst ab ca. 15 ng/ml aktivem THC wird tendenziell sofort eine MPU angeordnet, vergleichbar mit der 1,6-Promille-Grenze beim Alkohol. Diese Einordnung ist allerdings noch nicht bundesweit einheitlich und hängt stark vom Einzelfall ab.

Die Konsequenz: Wer heute eine MPU wegen Cannabis bekommt, gehört in der Regel zu den schwierigeren Fällen – Wiederholungstäter, Mischkonsum oder Hinweise auf problematisches Konsumverhalten. Die Gutachter sind entsprechend kritischer. Einen umfassenden Überblick über die neuen THC-Grenzwerte und ihre Auswirkungen auf die MPU findest du in unserem separaten Guide.

Wann wird eine MPU wegen Drogen angeordnet?

Die Drogen-MPU kann aus verschiedenen Gründen angeordnet werden – und einige davon überraschen viele Betroffene. Grundsätzlich gilt: Die Behörde braucht keine Verurteilung. Es reicht, dass Zweifel an deiner Fahreignung bestehen. Den Überblick, wann man die MPU machen muss, findest du in unserem Ratgeber.

Fahrt unter Drogeneinfluss

Der Klassiker

Wer bei einer Verkehrskontrolle positiv auf THC, Kokain, Amphetamine oder andere Substanzen getestet wird, verliert in der Regel den Führerschein und muss eine MPU machen.

Besitz ohne Fahrt

Auch ohne Auto möglich

Wer außerhalb des Straßenverkehrs mit illegalen Substanzen erwischt wird – z. B. vor einem Club – kann ebenfalls zur MPU aufgefordert werden. Die Polizei meldet den Vorfall an die Führerscheinstelle.

Harte Drogen

Null-Toleranz-Prinzip

Bei Kokain, Amphetaminen, MDMA, Heroin und anderen harten Drogen reicht schon der einmalige Nachweis im Blut für eine MPU. Es gibt keinen Grenzwert – jeder Nachweis zählt.

E-Scooter & Fahrrad

Konsequenzen für den Auto-Führerschein

Wer unter Drogeneinfluss E-Scooter oder Fahrrad fährt, riskiert ebenfalls den Auto-Führerschein und eine MPU – ein Risiko, das viele unterschätzen.

Wichtig: Beim Drogenscreening in der MPU wird nicht nur die Substanz getestet, wegen der du auffällig wurdest. Standardmäßig wird auf THC, Kokain, Amphetamine, Opiate und MDMA untersucht – ein sogenanntes Breitband-Screening. Wer also wegen Cannabis eine MPU macht, aber nebenbei Kokain konsumiert hat, fliegt auf.

Cannabis vs. harte Drogen vs. Mischkonsum: Die entscheidenden Unterschiede

Die Konsequenzen einer Drogen-MPU unterscheiden sich massiv je nach Substanz. Was bei Cannabis noch glimpflich ausgehen kann, bedeutet bei Kokain oder Mischkonsum fast immer eine lange Abstinenz und deutlich höhere Kosten. Hier die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick – einen ausführlichen Vergleich findest du auch in unserem Artikel MPU wegen Drogen.

Substanz Toleranz Abstinenz Besonderheiten
Cannabis (THC) Häufigster Fall Bedingt 6 – 12 Monate Seit Legalisierung Differenzierung: D3 (gelegentlich) = 6 Mon., D2 (fortgeschritten) = 12 Mon. Bei Erstfall mit niedrigen Werten manchmal ohne Abstinenz möglich.
Kokain Null Toleranz 12 – 15 Monate Bereits einmaliger Nachweis = MPU. Keine Ausnahmen. Haaranalyse kann bei dunklem Haar problematisch sein (höhere Einlagerung).
Amphetamine / MDMA Null Toleranz 12 – 15 Monate Häufig im Partykontext. Auch Restspuren nach Tagen noch nachweisbar. Abstinenz muss lückenlos belegt werden.
Opiate / Heroin Null Toleranz 15 Monate Strengste Kategorie. Oft Entzugstherapie als Voraussetzung. Substitution (Methadon) möglich, aber Einschränkungen.
Mischkonsum (z. B. Cannabis + Alkohol) Null Toleranz 12 – 15 Monate Doppelte Fragestellung in der MPU. Längste Abstinenz. Besonders kritisch bewertet. Cannabis + Kokain = 15 Monate.
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Null Toleranz bei harten Drogen – das muss klar sein

Anders als beim Alkohol, wo „kontrolliertes Trinken" eine anerkannte Alternative zur Abstinenz ist, gibt es bei Kokain, Amphetaminen und anderen harten Drogen keinen Spielraum. Die Behörden und Gutachter akzeptieren hier ausschließlich den vollständigen, nachgewiesenen Verzicht. Wer in der MPU von „gelegentlichem Konsum" spricht, hat bereits verloren.

Abstinenznachweise bei der Drogen-MPU: Dauer, Verfahren, Kosten

Der Abstinenznachweis ist bei der Drogen-MPU fast immer Pflicht – er ist deine „Eintrittskarte" für ein positives Gutachten. Ohne ihn wird kein Gutachter der Welt dir eine positive Prognose ausstellen. Ob du überhaupt einen brauchst und wie lange, solltest du frühzeitig mit einem Verkehrspsychologen klären. Unser Artikel zum Abstinenznachweis und seiner Dauer gibt dir einen ersten Überblick.

Wie wird Abstinenz nachgewiesen?

Verfahren Kosten pro Analyse Besonderheiten bei Drogen
Haaranalyse Standard bei Drogen 200 – 350 € 3 cm Haar decken ca. 3 Monate ab. 2 Analysen für 6 Monate, 4 für 12 Monate. Haare dürfen nicht gefärbt/gebleicht sein. Achtung: Dunkles Haar kann bestimmte Substanzen (v. a. Kokain) stärker einlagern. Details: MPU Haaranalyse
Urinscreening 50 – 190 € 4 Tests für 6 Monate, 6 Tests für 12 Monate. Kurzfristig angesetzt (Überraschungsprinzip). Günstiger, aber aufwändiger. Mehr dazu: Drogenscreening – wo machen?

Entscheidend ist, dass die Analysen bei einem nach CTU-Kriterien zertifizierten Labor durchgeführt werden – sonst werden sie nicht anerkannt. Ein Abstinenznachweis beim Hausarzt allein reicht nicht aus. Die Kosten variieren dabei erheblich: Preisvergleiche zwischen Laboren können mehrere hundert Euro sparen.

Häufige Falle: Eine negative Haaranalyse trotz Konsum ist möglich – genauso wie ein positives Ergebnis trotz Abstinenz (z. B. durch CBD-Produkte, Mohnkuchen oder bestimmte Medikamente). Auch ein positives Urinscreening kann durch Kreuzreaktionen entstehen. Lass dich vorher beraten, was du vermeiden musst. Die Frage ob sich der Abstinenznachweis verkürzen lässt, hängt vom Einzelfall ab.

Cannabis: Geht es auch ohne Abstinenz?

Seit der Legalisierung wird in Fachkreisen diskutiert, ob bei Cannabis – analog zum kontrollierten Trinken bei Alkohol – auch ein „kontrolliertes Konsumieren" akzeptiert werden könnte. Einzelne Gutachter des TÜV NORD halten das bei geringer Problematik für denkbar. In der Praxis ist das aber noch die Ausnahme, nicht die Regel. Ob die MPU ohne Abstinenznachweis in deinem Fall möglich ist, solltest du individuell klären – und nicht auf Forenbeiträge setzen. Mehr dazu unter MPU ohne Abstinenznachweis – Erfahrungsberichte & Tipps.

So läuft die Drogen-MPU ab

Der grundsätzliche Ablauf der MPU ist bei Drogen identisch mit der Alkohol-MPU – mit einem entscheidenden Unterschied: Das Screening ist breiter, und der Fokus im psychologischen Gespräch liegt auf der Drogenhistorie und der Frage, ob du Konsum und Fahren sicher trennen kannst.

1

Fragebogen

Du füllst einen standardisierten Fragebogen zu deiner Person, deinem Konsumverhalten und deiner Vorgeschichte aus. Ehrliche Angaben sind Pflicht – der Gutachter gleicht alles mit deiner Akte und den Laborwerten ab.

2

Medizinische Untersuchung & Drogenscreening

Neben der ärztlichen Untersuchung (Blutdruck, Reflexe, allgemeiner Gesundheitszustand) wird ein Breitband-Drogenscreening durchgeführt – per Urin oder Haar. Dabei wird auf alle gängigen Substanzen getestet, nicht nur auf dein Delikt. Auch die Leberwerte werden kontrolliert, falls Alkohol eine Rolle spielt.

3

Leistungstest

Konzentration, Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit werden am Computer geprüft. Der Reaktionstest dauert etwa 7 Minuten, dazu kommen Aufmerksamkeits- und Konzentrationstests (ca. 15 Minuten). Hier scheitern die wenigsten – vorausgesetzt, du bist ausgeschlafen und nüchtern.

4

Psychologisches Gespräch

Der kritischste Teil: 30–60 Minuten mit einem Verkehrspsychologen. Du wirst zu deinem Konsumverhalten, den Gründen für den Konsum, deiner Einsicht und deinen konkreten Veränderungen befragt. Anders als bei Alkohol gilt bei harten Drogen: „Kontrollierter Konsum" ist keine akzeptable Antwort. Tipps für das Gespräch findest du unter Wie verhalte ich mich beim psychologischen Gutachter?

Die gesamte Untersuchung dauert 2 bis 4 Stunden. Das Ergebnis erhältst du als schriftliches Gutachten nach 10 bis 14 Werktagen. Bei einer Drogen-MPU kann die Bearbeitungszeit aufgrund der komplexeren Laboranalysen etwas länger ausfallen. Einen detaillierten Zeitablauf findest du auch unter Wie lange dauert eine MPU wegen Drogen?

Typische Fragen bei der Drogen-MPU

Die MPU-Fragen bei Drogen sind persönlicher und tiefgehender als viele erwarten. Der Gutachter will nicht nur Fakten, sondern echte Reflexion. Auswendig gelernte Antworten werden sofort entlarvt – wer bei der MPU lügt, kommt nicht weiter.

Delikttag „Welche Substanzen und wie viel davon haben Sie am Tattag konsumiert? Über welchen Zeitraum?"
Konsumhistorie „Wann haben Sie zum ersten Mal Drogen genommen? Wie hat sich Ihr Konsum entwickelt? Welche Substanzen und in welchen Situationen?"
Mischkonsum „Haben Sie neben Cannabis auch andere Substanzen konsumiert? Alkohol? Wie regelmäßig?"
Einsicht „Wie bewerten Sie Ihren früheren Drogenkonsum heute? Was war die eigentliche Ursache?"
Veränderung „Was haben Sie konkret verändert? Wie hat sich Ihr Umfeld gewandelt? Wie reagieren Freunde und Familie?"
Rückfallprävention „Wie stellen Sie sicher, dass Sie nie wieder unter Drogeneinfluss fahren? Was tun Sie in Versuchungssituationen?"
Typischer Fehler: Begriffe wie „Sucht" oder „Abhängigkeit" im Gespräch selbst zu verwenden kann sich negativ auswirken – denn bei der Diagnose „Abhängigkeit" wird automatisch eine 12-monatige Abstinenz gefordert. Spreche stattdessen von „problematischem Konsum" oder „Missbrauch", sofern das deiner Situation entspricht. Aber: Lüge nicht. Die Tricks der MPU-Psychologen sind darauf ausgelegt, Widersprüche aufzudecken. Auch Fangfragen gehören zum Repertoire.

Was kostet die Drogen-MPU wirklich?

Die Drogen-MPU ist tendenziell teurer als die Alkohol-MPU – vor allem wegen der aufwändigeren Haaranalysen und der längeren Abstinenzzeiträume. Seit 2018 sind die MPU-Kosten nicht mehr einheitlich geregelt. Hier eine realistische Aufstellung, damit du weißt, was die MPU komplett kostet:

Posten Kosten (ca.) Anmerkung
MPU-Gebühr (Begutachtung) 800 – 1.200 € Bei Drogenfragestellung teurer als bei Alkohol. Vergleich Begutachtungsstellen
Abstinenznachweise (Haar, 12 Mon.) Teuerster Posten 800 – 1.400 € 4 Haaranalysen à 200–350 €. Urin günstiger (6 × 50–190 €), aber aufwändiger.
Abstinenznachweise (Haar, 6 Mon.) 400 – 700 € 2 Haaranalysen. Nur bei Cannabis mit günstiger Prognose.
Vorbereitung 250 – 3.000 € Online-Kurs ab 250 €, Einzelberatung 1.500–3.000 €. Kosten & Vergleich
Führerschein-Neuantrag 35 – 50 € Verwaltungsgebühr
Gesamt (realistisch) 2.000 – 6.000 €+ Je nach Substanz, Abstinenzdauer und Vorbereitungsform. Bei Mischkonsum oder harten Drogen am oberen Rand.

Wer Kosten sparen will, sollte Labore vergleichen – die Preise für Haaranalysen schwanken um mehrere hundert Euro. Auch die Wahl zwischen Haaranalyse und Urinscreening kann einen Unterschied machen. Die Vorbereitung ist allerdings der falsche Ort zum Sparen: Ein negatives Gutachten kostet dich den gesamten Prozess nochmal – plus Monate Wartezeit. Die Durchfallquote ohne Vorbereitung liegt bei rund 50 %.

Vorbereitung auf die Drogen-MPU: Was wirklich zählt

Die Drogen-MPU ist komplexer als die Alkohol-MPU – weil die Substanz-Differenzierung, die rechtlichen Änderungen und die Nachweisverfahren anspruchsvoller sind. Eine gute Vorbereitung ist daher noch wichtiger. Hier eine ehrliche Einordnung der Vorbereitungswege – und klare Warnungen vor MPU-Abzocke.

Einzelberatung beim Verkehrspsychologen

Kosten: 1.000 – 3.000 € (5–15 Sitzungen)
Geeignet für: Harte Drogen, Mischkonsum, Wiederholungstäter, komplexe Fälle.
Vorteil: Individuell auf deine Substanz und Vorgeschichte zugeschnitten. Der MPU-Psychologe kann blinde Flecken in deiner Argumentation aufdecken, bevor der Gutachter es tut. Finde eine seriöse MPU-Vorbereitung.

Online-Kurs mit Drogenfragestellung

Kosten: 250 – 800 €
Geeignet für: Cannabis-Erstfälle, klare Veränderungsbereitschaft, selbstständige Arbeiter.
Vorteil: Flexibel, günstiger, oft mit Video-Modulen und Übungsfragen. Prüfe Erfahrungsberichte unter Online-MPU-Vorbereitung Erfahrungen und ob ein Online-Kurs nach Drogenkonsum zu deiner Situation passt.

Keine Vorbereitung

Die Durchfallquote ohne Vorbereitung ist bei Drogen sogar noch höher als bei Alkohol – weil die Gutachter-Kriterien strenger sind und viele Betroffene die Komplexität unterschätzen. MPU ohne Vorbereitung ist fast immer ein teurer Fehler.

Einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Wege findest du unter MPU Vorbereitung Drogen, Beste MPU Vorbereitung und Du musst deine MPU wegen Drogen machen?

Dein Fahrplan: Vom Drogendelikt zurück zum Führerschein

Der häufigste Fehler: Zu spät mit der Abstinenz beginnen und dann die Sperrfrist sinnlos verstreichen lassen. Nutze die Zeit aktiv. Hier ein realistischer Zeitplan – die Details hängen von deiner Substanz und deinem Fall ab. Wie lange die gesamte Vorbereitung dauert, ist individuell verschieden.

Sofort nach Delikt Konsum einstellen. MPU-Anwalt konsultieren, Führerscheinakte anfordern. Prüfen, ob Amnestieregelung greift (bei alten Cannabis-Fällen). Abstinenzkontrollprogramm starten.
Monat 1 – 3 Erste Abstinenznachweise sammeln (Haar oder Urin). Erstberatung beim Verkehrspsychologen. Ehrliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsumverhalten beginnen.
Monat 3 – 12 Regelmäßige Abstinenznachweise fortsetzen. Aktive MPU-Vorbereitung: Einzelgespräche oder Online-Kurs. Soziales Umfeld anpassen. Konkrete Veränderungen dokumentieren.
Monat 10 – 15 Letzte Abstinenznachweise einsammeln. Vorbereitung intensivieren. MPU anmelden, Begutachtungsstelle auswählen und Führerschein neu beantragen.
MPU-Tag Nüchtern, ausgeruht, vorbereitet. Keine Substanzen in den Tagen vorher – auch kein CBD. Unsere MPU Checkliste hilft, nichts zu vergessen.
Danach Gutachten bei der Führerscheinstelle einreichen. Bei positivem Ergebnis: Führerschein zurück. Bei negativem: MPU durchgefallen – was nun?

Sonderfälle: Cannabis-Rezept, Elvanse, E-Scooter & mehr

MPU als Cannabispatient mit Rezept

Wer medizinisches Cannabis mit ärztlichem Rezept konsumiert, muss nicht automatisch eine MPU machen – vorausgesetzt, die Einnahme ist korrekt dokumentiert, es gibt keinen Beikonsum anderer Drogen und du bist fahrtüchtig. Die Gutachter erwarten, dass du nachweist, wie du Medikation und Fahren sicher trennst. Details und Erfahrungen zur MPU als Cannabispatient findest du in unserem separaten Artikel. Auch das Thema MPU trotz Rezept behandeln wir ausführlich.

Elvanse, ADHS-Medikamente & MPU

Wer Elvanse oder andere Amphetamin-basierte ADHS-Medikamente einnimmt, kann in der Haaranalyse oder im Urin positiv auf Amphetamine getestet werden – obwohl die Einnahme ärztlich verordnet ist. Das Rezept muss vorgelegt und der Konsum sauber dokumentiert werden. Entscheidend ist: Kein Beikonsum illegaler Substanzen und eine stabile ärztliche Einstellung.

MPU wegen E-Scooter oder Fahrrad

Ja, auch auf dem E-Scooter oder Fahrrad droht eine MPU – mit direkten Konsequenzen für den Auto-Führerschein. Das unterschätzen viele, besonders im Party-Kontext: „Ich nehm nur den E-Scooter" schützt dich nicht.

MPU umgehen – geht das bei Drogen?

Die Optionen sind begrenzt. Ein EU-Führerschein ohne MPU ist rechtlich heikel und wird zunehmend schwieriger. Die MPU-Verjährung nach 10–15 Jahren ist theoretisch möglich, aber für die meisten keine Option. Generell lässt sich die MPU nicht einfach umgehen – auch nicht wegen der Arbeit. Der Artikel Führerschein zurück ohne MPU erklärt, wann das realistisch ist.

Wie lange ist THC im Körper nachweisbar?

Die Nachweisbarkeit variiert stark: Im Urin ist Cannabis bei regelmäßigem Konsum bis zu 12 Wochen nachweisbar, im Blut kürzer. Im Haar sogar bis zu 90 Tage. Das ist ein häufiger Grund für böse Überraschungen: Wer denkt, er sei „clean", kann noch Wochen später positiv getestet werden. Unser THC Abbau Rechner gibt dir eine erste Einschätzung.

Häufig gestellte Fragen zur Drogen-MPU

Reicht einmaliger Drogenkonsum für eine MPU?
Bei harten Drogen (Kokain, Amphetamine, MDMA, Heroin) – ja, fast immer. Bereits ein einziger Nachweis im Blut reicht aus. Bei Cannabis kommt es seit der Legalisierung auf die Werte und Umstände an. Mehr zur Cannabis-MPU
Entfällt die MPU seit der Cannabis-Legalisierung?
Nur teilweise. Für Ersttäter mit niedrigen THC-Werten (unter 3,5 ng/ml) entfällt sie häufig. Bei Wiederholungstätern, hohen Werten, Mischkonsum oder Fahranfängern bleibt sie bestehen. Die Amnestieregelung kann alte Fälle betreffen. Cannabis-Legalisierung und Führerschein
Wie lange muss ich abstinent sein?
Das hängt von der Substanz ab: Cannabis (gelegentlich) 6 Monate, Cannabis (fortgeschritten) 12 Monate, harte Drogen 12–15 Monate, Mischkonsum 12–15 Monate. Mit Suchttherapie kann sich die belegte Abstinenz teils auf 6 Monate reduzieren. Abstinenznachweis – wie lange?
Was kostet die Drogen-MPU insgesamt?
Rechne mit 2.000 – 6.000 €+ Gesamtkosten. Die Begutachtung kostet 800–1.200 €, Abstinenznachweise 400–1.400 € und die Vorbereitung 250–3.000 €. Bei harten Drogen oder Mischkonsum am oberen Rand. Komplette Kostenübersicht
Haaranalyse oder Urinscreening – was ist besser?
Bei Drogen ist die Haaranalyse Standard, weil sie längere Zeiträume abdeckt und planbarer ist. Urinscreenings sind günstiger, aber aufwändiger (spontane Termine). Achtung: Bei Kokain können Haaranalysen bei dunklem Haar problematisch sein (höhere Einlagerung). MPU Haaranalyse erklärt
Kann ich nach bestandener MPU wieder kiffen?
Grundsätzlich ist Cannabis seit der Legalisierung legal. Aber: Wenn du die MPU unter der Auflage der Abstinenz bestanden hast, ist jeder Konsum ein Verstoß gegen diese Auflage. Die Fahrerlaubnisbehörde kann nach einiger Zeit erneut einen Drogentest anordnen. Lies dazu: MPU wegen Cannabiskonsum
Was passiert bei Mischkonsum (Cannabis + Alkohol)?
Mischkonsum wird besonders kritisch bewertet und führt fast immer zu einer doppelten Fragestellung in der MPU. Die Abstinenzdauer beträgt in der Regel 12–15 Monate. Die Gesamtkosten steigen, weil ggf. sowohl Drogen- als auch Alkoholscreenings nötig sind.
Bekomme ich eine MPU, wenn ich Drogen nur besessen, aber nicht konsumiert habe?
Potenziell ja. Die Führerscheinstelle kann allein aufgrund des Besitzes Zweifel an deiner Fahreignung begründen. In der Praxis wird oft zunächst eine ärztliche Untersuchung oder Haarprobe angeordnet, um den Konsum zu klären. Wann erfahre ich, ob ich eine MPU machen muss?
Wo finde ich die günstigste Begutachtungsstelle?
Du kannst die Begutachtungsstelle frei wählen – sie muss nur amtlich anerkannt sein. Unser MPU-Stellenfinder hilft bei der Suche. Der Artikel Wo ist die MPU am leichtesten? beleuchtet die Unterschiede zwischen den Anbietern.
Kann ich die MPU beim ersten Mal bestehen?
Ja – mit professioneller Vorbereitung und vollständigen Abstinenznachweisen sind die Chancen gut. Ohne Vorbereitung liegt die Durchfallquote bei rund 50 %. Tipps: MPU beim ersten Mal bestehen

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Ben Ambros – Gründer von MPU-Wissen

Redaktion & Fachautor: Ben Ambros

Ben Ambros ist Gründer von – einer der führenden Plattformen zur MPU-Vorbereitung. Gemeinsam mit ehemaligen MPU-Gutachtern, Verkehrspsychologen, Juristen und Betroffenen stellt er sicher, dass Inhalte fachlich geprüft, praxisnah und rechtlich fundiert sind.

254+ verweisende Websites inkl. Wikipedia > 100 MPU-Fachartikel Schwerpunkt: MPU Online-Vorbereitung
Quellen & Verweise