MPU Fragen & Antworten 2025: Dein Fahrplan zur erfolgreichen Untersuchung

Was ist die MPU?

Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) prüft, ob du nach Verkehrsverstößen wieder sicher am Straßenverkehr teilnehmen kannst. Meist wird sie angeordnet wegen Alkoholwerten ab 1,6 ‰, Drogenkonsum oder acht Punkten in Flensburg. Der Termin umfasst eine ärztliche Untersuchung, einen Leistungstest und ein Einzelgespräch mit einer Psychologin oder einem Psychologen.

„Eine bestandene MPU bescheinigt nicht nur deine Fahreignung – sie zeigt, dass du Verantwortung übernimmst und dein Verhalten dauerhaft geändert hast.“

— Dipl.-Psych. M. Klein, Verkehrspsychologe
Tipp: Halte schon bei der Anordnung alle Unterlagen (Strafbefehl, Bußgeldbescheid, Auszug aus dem Fahreignungsregister) griffbereit. Das spart später Zeit.

Die 10 häufigsten Fragen

Im Gespräch möchte der Gutachter verstehen, warum der Vorfall passiert ist und weshalb er sich nicht wiederholt. Diese Fragen tauchen fast immer auf:

  • „Warum sind Sie heute hier?“
    Zeige Einsicht, ohne zu relativieren.
  • „Wie kam es zum Verstoß am <Datum>?“
    Beschreibe den Ablauf nüchtern und vollständig.
  • „Welche Folgen hatte das Ereignis für Sie?“
    Betone persönliche und finanzielle Konsequenzen.
  • „Was hat sich seitdem geändert?“
    Nenne konkrete Schritte (Therapie, Abstinenz, Schulung).
  • „Wie gehen Sie heute mit Stress um?“
    Erkläre neue Bewältigungsstrategien.
  • „Wie reagiert Ihr Umfeld?“
    Beschreibe Unterstützung durch Familie und Freunde.
  • „Wo liegen Ihre persönlichen Grenzen?“
    Formuliere klare Regeln, z. B. 0-Promille-Grenze.
  • „Was verstehen Sie unter Fahreignung?“
    Definiere Sicherheit, Verantwortung und Gesetzestreue.
  • „Wie handeln Sie bei Gruppendruck?“
    Liefere eine konkrete Nein-Strategie.
  • „Welche Ziele haben Sie in fünf Jahren?“
    Zeige einen realistischen Lebensplan ohne Rückfallrisiko.

Spezialfälle

Alkohol-MPU:
Bei Blutalkoholwerten ab 1,6 ‰ verlangt die Behörde in der Regel zwölf Monate Abstinenznachweis. Häufige Frage: „Wie stellst du sicher, künftig unter 0,3 ‰ zu bleiben?“

Drogen-MPU:
Mindestens sechs (Cannabis) bis zwölf (harte Drogen) Monate Abstinenznachweis sind üblich. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit Konsumgründen und Rückfallgefahr.

Punkte-MPU:
Hier geht es um Aggressionskontrolle und Regelakzeptanz. Typische Frage: „Welche Alternativen nutzt du, wenn du dich im Verkehr gestresst fühlst?“

Vorbereitung in 5 Schritten

  1. Selbstanalyse: Führe Tagebuch über Situationen, die zum Fehlverhalten geführt haben.
  2. Nachweise sammeln: Laborbefunde, Kurszertifikate, Therapiebescheinigungen.
  3. Online-Vorbereitungskurs: Absolviere den  MPU-Onlinekurs – flexibel, praxisnah und inklusive Probe-Gespräch.
  4. Dokumentenmappe erstellen: Chronologisch, sauber gegliedert – auch digital.
  5. Generalprobe: Ausgeruht erscheinen, neutrale Kleidung, pünktlich sein.
Tipp: Plane zwischen letztem Abstinenznachweis und MPU-Termin höchstens drei Monate; sonst können neue Tests nötig werden.

Tipps gegen Prüfungsangst

  • 4-6-8-Atmung: Vier Sekunden einatmen, sechs halten, acht ausatmen.
  • Power-Posing: Zwei Minuten aufrecht stehen, Schultern zurück – stärkt Selbstvertrauen.
  • Gedankenstopp: Ersetze „Ich darf nicht scheitern“ durch „Ich zeige, was ich gelernt habe“.
  • Notfall-Satz: „Bitte einen Moment, ich denke kurz nach.“ – schafft Ruhe, wenn dir die Worte fehlen.

FAQ

Ist eine Vorbereitungspflicht vorgeschrieben?
Nein. Ohne gezielte Vorbereitung scheitern jedoch rund 40 Prozent der Teilnehmenden.

Wie hoch sind die Kosten?
Je nach Delikt 550 – 1 150 €, hinzu kommen ggf. Labor- und Kursgebühren.

Wie lange gilt ein Abstinenznachweis?
Maximal zwölf Monate zwischen letztem Befund und MPU.

Kann ich die MPU wiederholen?
Ja. Nach jeder nicht bestandenen Untersuchung kannst du einen neuen Termin vereinbaren.

Eine erfolgreiche MPU beginnt mit ehrlicher Selbstreflexion und endet mit einem klaren Plan für die Zukunft. Nimm dir Zeit, bereite dich strukturiert vor – dann hältst du bald deine neue Fahrerlaubnis in den Händen.

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