Ab wieviel Promille kommt die MPU?
Wer das googelt, sucht meistens nicht nur „eine Zahl“, sondern eine Risikoeinschätzung: „Bin ich betroffen – und was passiert jetzt?“ Hier bekommst du eine verständliche, umfassende Einordnung: 1,6‰-Regel, die 1,1–1,59‰-Zone, Fahrrad, wiederholt auffällig, plus Selbstcheck & FAQ.
Die kurze Wahrheit: 1,6‰ ist klar – darunter entscheidet die Akte
Wenn du nur eine Zahl suchst, ist „1,6‰“ der bekannteste Anker. Aber die echte Entscheidung läuft so: Die Fahrerlaubnisbehörde prüft deine Fahreignung (Prognose) – nicht nur deinen Promillewert.
Promille & MPU-Risiko: der schnelle Überblick
(Orientierung: In der Praxis können regionale Unterschiede/Details im Bescheid eine Rolle spielen. Entscheidend sind immer Wert + Umstände + Aktenlage.)
| Bereich | Typische Einordnung | Was meist den Ausschlag gibt |
|---|---|---|
| ≥ 1,6‰ |
Sehr hohes MPU-Risiko Häufig „Regelfall“ für MPU-Anordnung. |
Wert allein reicht oft schon. Bei Fahrrad wird es ebenfalls relevant, wenn hohe Werte vorliegen. |
| 1,1–1,59‰ |
MPU möglich Nicht automatisch, aber sehr aktenabhängig. |
„Zusatztatsachen“: Unfall/Fahrfehler, auffälliges Verhalten, Vorgeschichte, Gesamtbild. |
| < 1,1‰ |
Meist keine MPU wegen der Zahl Risiko steigt mit Auffälligkeiten. |
Unfall, Ausfallerscheinungen, wiederholte Auffälligkeit, Hinweise auf Missbrauch/Abhängigkeit. |
| Wiederholt auffällig | Deutlich erhöhtes MPU-Risiko | Zwei getrennte Vorfälle sind ein „Muster“-Signal. Dann wird die Prognosefrage zentral. |
Ab 1,6‰: Warum hier so oft die MPU kommt
Die 1,6‰-Grenze ist so bekannt, weil sie in der Praxis häufig als klare Linie genutzt wird: Ab diesem Bereich geht die Behörde regelmäßig von erheblichen Eignungszweifeln aus.
Die Behörde sieht hier häufig: „Das war kein Ausrutscher“, sondern ein ernstes Trennungsproblem.
Unter 1,6‰ wird oft diskutiert – ab 1,6‰ ist die Linie deutlich härter.
„Nur Fahrrad“ kann bei hohen Werten trotzdem MPU-Folgen nach sich ziehen.
1,1–1,59‰: Wo viele fälschlich Entwarnung geben
Unter 1,6‰ denken viele: „Dann passt’s doch.“ Genau hier passieren die meisten Fehlannahmen. In diesem Bereich entscheidet die Praxis über die Gesamtakte: Was ist passiert? Was ist dokumentiert? Gibt es Hinweise auf ein problematisches Muster?
Was sind typische „Zusatztatsachen“?
Ein Unfall, Schlangenlinien, rote Ampel, riskantes Verhalten – kann die Eignungszweifel massiv erhöhen.
Die Behörde bewertet nicht nur Promille, sondern ob du unter Alkohol noch Entscheidungen triffst, die andere gefährden.
Unsicherer Gang, lallen, Orientierung, starkes Schwanken – dokumentiert im Bericht = schweres Indiz.
Je deutlicher die Ausfälle, desto eher lautet die Prognosefrage: „Wie verhindert die Person das künftig?“
Ein zweiter Vorfall oder ältere Aktenhinweise können aus „Einzelfall“ ein „Muster“ machen.
Wenn die Akte eine Wiederholung oder Gewöhnung nahelegt, wird häufig eine MPU verlangt.
Unter 1,1‰: Wieso trotzdem Fragen zur Eignung auftauchen können
Unter 1,1‰ entscheidet selten „die Zahl“. Entscheidend sind die Umstände: Gab es einen Unfall? Warst du deutlich beeinträchtigt? Gibt es Hinweise auf Missbrauch/Abhängigkeit?
Wenn Alkohol ursächlich wirkt, sieht die Behörde eher eine Eignungsfrage statt „nur“ einen Ausrutscher.
Deutliches Verhalten kann schwerer wiegen als der Messwert allein.
Schon „alte“ Einträge können (je nach Fall) wieder relevant werden – besonders bei erneuter Auffälligkeit.
„Ich war doch nur auf dem Fahrrad“ – warum das trotzdem relevant sein kann
Viele sind überrascht: Auch Auffälligkeiten mit dem Fahrrad können Folgen haben. Ab hohen Werten kann die Behörde prüfen, ob daraus eine Gefahr für den Straßenverkehr insgesamt ableitbar ist.
Wichtig: Die genaue Auswirkung hängt stark vom Einzelfall, Bescheid und Aktenlage ab.
Zweiter Vorfall = anderes Spiel: warum „wiederholt“ so wichtig ist
Ein zweiter separater Vorfall ist oft der Punkt, an dem aus „Fehler“ ein „Muster“ wird. Dann rückt die Prognosefrage in den Vordergrund: Was hat sich dauerhaft geändert?
Behörde prüft: Ausrutscher oder Hinweis auf Problem?
Behörde prüft: „Warum passiert es wieder?“ → Änderungsnachweis wird zentral.
Die häufigsten Denkfehler (und die klare Einordnung)
Doch. 1,1–1,59‰ ist aktenabhängig. Zusatztatsachen können die MPU sehr real machen.
In Wahrheit geht es um die Prognose: Trennst du Alkohol & Verkehr künftig zuverlässig?
Hohe Werte auf dem Fahrrad können ebenfalls die Eignungsfrage auslösen.
Die MPU ist keine Rhetorikprüfung. Wichtiger sind Konsistenz, Einsicht und ein tragfähiges Risikokonzept.
Was du jetzt sinnvoll tun kannst (ohne Panik, aber mit Plan)
Wert, Datum, Fahrzeug (Auto/Rad), Unfall?, Ausfallerscheinungen?, Vorgeschichte?.
Wichtig ist, was dokumentiert ist (Bericht/Protokoll/Bescheid) – nicht nur, wie du es selbst wahrnimmst.
Auslöser erkennen → Regeln definieren → Risikofallen vermeiden → neue Routinen stabilisieren.
Wenn Nachweise relevant werden: strukturiert, lückenlos, und passend zur individuellen Situation.
Häufige Fragen zu „ab wieviel Promille MPU“
Ab wieviel Promille ist die MPU „sicher“?
Kann ich auch beim ersten Mal eine MPU bekommen?
Was ist der Unterschied zwischen Strafe und MPU?
Gilt das auch für E-Scooter?
Was bedeutet „wiederholt“ genau?
Was sind typische „Zusatztatsachen“, die die MPU wahrscheinlicher machen?
Hinweis: Dieser Artikel ist eine verständliche Orientierung und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung. Für eine konkrete Einordnung ist der jeweilige Bescheid / Akteninhalt entscheidend.
Die echte Antwort in einem Satz
Wenn du Inhalte auf „MPU Wissen“-Niveau bauen willst: Nimm die Leser an die Hand (Risikocheck), gib klare Beispiele (Zusatztatsachen) und leite in einen Plan über (Stabilität + Nachvollziehbarkeit).