MPU Vorbereitung online

Psychologisch & juristisch getestet

Alkoholeinfluss beim Autofahren ist in Deutschland nach wie vor der häufigste Grund für Verkehrsunfälle. Trunkenheit am Steuer ist kein Kavaliersdelikt und kann im schlimmsten Fall zu Unfällen mit verheerenden Folgen, wie Verletzungen und Tod führen. Der Bußgeldkatalog schränkt den Alkoholkonsum von Autofahrern ein und ist für die allgemeine Verkehrssicherheit im deutschen Straßenverkehr zuständig.

Der Bußgeldkatalog beinhaltet Promillegrenzen, die bei Überschreitung zu Bußgeldern, Punkten in Flensburg, Führerscheinentzug und MPU-Teilnahme führen können. Wiederholungstäter müssen mit härteren Strafen rechnen.

Null-Promillegrenze

Für Fahranfänger in der Probezeit und jungen Leuten unter 21 Jahren gilt ein allgemeines Alkoholverbot. Bei Verstößen, beispielsweise leichtem Alkoholkonsum, drohen Bußgelder in Höhe von 250 Euro und ein Punkt in Flensburg. Dies setzt aber voraus, dass der Fahrer keine besonderen Auffälligkeiten beim Führen seines Fahrzeugs gezeigt hat. Ist dies jedoch der Fall, sind meist deutlich härtere Strafen die Folge. Fällt er den Polizisten zum Beispiel durch das Fahren von Schlangenlinien und Fahrunsicherheit auf, kann die Probezeit auf bis zu vier Jahre verlängert werden und darüberhinaus die Teilname an einem kostenpflichtigen Aufbauseminar gefordert werden.

0,3 Promillegrenze

Ab einem Promillewert von 0,3 spricht man von einer relativen Fahruntüchtigkeit. Relativ deswegen, weil der Fahrer trotz Einschränkungen durchaus noch zum Führen eines Fahrzeugs in der Lage ist. Eine Ordnungswidrigkeit wird somit erst ab 0,5 Promille begangen.

Jedoch gilt dies nicht für Fahrer, die auch bei Promillewerten unter 0,5 bereits Auffälligkeiten zeigen, beispielsweise wenn sie die Spur nicht mehr halten können. In diesen Fällen drohen laut Bußgeldkatalog Geldstrafen und Fahrverbote, bis hin zu Freiheitsstrafen.

0,5 bis 1,09 Promille

Wer mit 0,5 bis 1,09 Promille hinterm Steuer erwischt wird, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Der Fahrer muss mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen, Wiederholungstäter mit härteren Strafen.
Wenn der Fahrer zum ersten Mal auffällig geworden ist, erwartet ihn ein Bußgeld von 500 Euro, ein Punkt in Flensburg und ein Monat Fahrverbot.
Beim zweiten Mal werden ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro, zwei Punkten in Flensburg, sowie zwei Monate Fahrverbot verhängt. Anschließend erfolgt in der Regel eine Aufforderung seine Fahrtauglichkeit mit einer MPU- Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung nachzuweisen.

Beim dritten Mal folgen 1.500 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot.
Kommt es jedoch während der Fahrt zu einem Vorfall, beispielsweise einem selbstverschuldeten Unfall, sind die Konsequenzen deutlich weitreichender.

1,1 Promille

Ab einem Promillewert von 1,1 geht man von einer absoluten Fahruntüchtigkeit aus. Egal ob Sie Auffälligkeiten beim Autofahren gezeigt haben oder nicht, es erwartet Sie in jedem Fall eine strafrechtliche Verfolgung. Bußgelder können bis zu einer Höhe von 3.000 Euro verhängt werden. Außerdem drohen drei Punkte in Flensburg, Führerscheinentzug mit Sperrfristen von sechs Monaten bis zu fünf Jahren, in sehr schweren Fällen sogar dauerhaft und ggf. Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren.

1,6 Promille

Ab einem Promillewert von 1,6 wird eine MPU (medizinisch-psychologische- Untersuchung) angeordnet, um die Eignung des Fahrers zum Führen eines Kraftfahrzeugs im öffentlichen Straßenverkehr festzustellen. Außerdem soll ermittelt werden, ob vom Fahrer eine Wiederholungsgefahr ausgeht. Jedoch kann eine MPU auch bereits bei geringerem Alkoholkonsum gefordert werden, beispielsweise bei Wiederholungstätern ab 0,5 Promille.

Alkoholkonsum bei Radfahrern

Auch für Radfahrer gelten Promillegrenzen, die das Fahren unter Alkoholeinfluss einschränken. Allgemein gilt, dass ab 1,6 Promille eine absolute Fahruntüchtigkeit erreicht ist. Wer dann noch beim Radfahren erwischt wird, muss mit drei Punkten in Flensburg, einem Bußgeld und der Anordnung einer MPU rechnen. Besteht der Prüfling die MPU nicht, drohen ebenso wie bei Autofahrern dauerhafte Führerscheinentnahme und darüberhinaus ein Fahrrad-Fahrverbot.

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