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Psychologisch & juristisch getestet

Die Haaranalyse bei der MPU

Die „Medizinisch Psychologische Untersuchung“, besser bekannt unter der Abkürzung MPU, stellt ein wichtiges Verfahren zur Beurteilung der Fahreignung einer Person dar. Meist wird die MPU nach schweren Verkehrsdelikten, wie etwa das Steuern eines Fahrzeuges unter Drogen oder Alkohol, auferlegt.

Insbesondere bei Alkohol- und Drogenkonsum verlangen die Fahrbehörden einen Nachweis über die Abstinenz des Antragstellers. Das Ergebnis dieses Nachweises hat erheblichen Einfluss auf die Entscheidung, ob dem Antragsteller die Fahrerlaubnis auf längere Zeit entzogen wird. Wer auf eine Neuerteilung des Führerscheins hofft, sollte daher vollkommen abstinent sein.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Abstinenzbelegung. Eine der wichtigsten Untersuchungen durch die MPU-Stelle ist die Haaranalyse, durch die das Konsumverhalten des Antragstellers überprüft werden kann. Im Zuge der Haaranalyse kann der Konsum von Drogen über Monate nachvollzogen werden. Auch Alkoholkonsum hinterlässt Spuren im Haar in Form des Abbauproduktes EtG. Die Haaranalyse gilt als sehr zuverlässig und wird, im Gegensatz zu ärztlichen Bescheinigungen und Bluttests, als wichtiger Beweis für die Abstinenz des Antragstellers angesehen.

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So wird die Haaranalyse durchgeführt

Durch die Haaranalyse ist es möglich, die Abstinenz der betroffenen Person über einen langen Zeitraum nachzuvollziehen. Den Alkohol-Verzicht darf das Labor allerdings nur bis zu einem Zeitraum von drei Monaten nachweisen. Sollte der Antragsteller auferlegt bekommen, die Alkoholabstinenz länger als drei Monate nachzuweisen, muss er sich mehreren Haaranalysen unterziehen. Pro Monat spricht man von einem Haarwachstum von etwa 1 cm, was bedeutet, dass für den Nachweis von drei Monaten Abstinenz auch Haarsträhnen von drei Zentimetern Länge erforderlich sind.

Die Drogenenthaltsamkeit sollte mindestens sechs Monate erfolgt sein, um die Fahrerlaubnis zurückzuerlangen. Hier wird eine Haarsträhne von 6 cm entnommen. Bei bekannter Drogenabhängigkeit und regelmäßigem Konsum ist eine Abstinenz von 12 Monaten zu belegen. Hierzu kann einmalig eine 12 Zentimeter lange Haarsträhne zur Analyse genommen werden. Ist der Antragsteller nicht bereit, seine Haare auf diese Länge wachsen zu lassen, sind auch mehrere Haaranalysen in festen zeitlichen Abständen möglich. Drogenkonsum wird über einen Zeitraum von maximal 12 Monaten überprüft.

Es kann passieren, dass die MPU-Beratungsstelle die Haaranalyse ablehnt, wenn gefärbte oder gebleichte Haare das Testergebnis verfälschen könnten. Andersherum sind gefärbte Haare keine Garantie dafür, dass keine Rückstände von Drogen oder Alkohol im Haar zu finden sind.

Die Haaranalyse im Zuge der MPU  unterliegt strengen Vorschriften und darf nur in einem forensischen Labor mit DIN ISO EN 17025-Zulassung durchgeführt werden.  Die Preise variieren je nach Institut und können sehr unterschiedlich ausfallen. Es sollte jedoch mit Kosten bis zu 200 Euro gerechnet werden.

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