Erfahrungen mit der Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung

Melle.V:
Die MPU ist die reinste Geldmacherei. Ich habe die MPU mehrmals nicht bestanden. Ich war ehrlich, einsichtig und habe mich geändert. Die MPU besteht man nicht wenn man ehrlich ist und auch nicht wenn man mehrere 1000 € für Vorbereitungskurse ausgibt. Haltet euch an die Beurteilungskriterien.

 

Thomas.H:
Der MPU Psychologe hat mich provoziert und als Lügner hingestellt. Ich hatte keine Ahnung was man machen soll, damit man die MPU besteht. Die Mpu Berater zocken einen auch nur ab und versprechen einem das Blaue vom Himmel. Ich bin kein Alkoholiker oder Drogenabhängiger einfach nur ein Familienvater der Fehler gemacht hat für die er bezahlt hat und seinem Beruf nachgehen möchte.

 

Ali.S:
Ich habe einen Tag vorher gekifft und wurde mit THC im Blut angehalten. Ich habe meinen Führerschein verloren und Bußgeld bezahlt. Anschließend eine Aufforderung zur MPU erhalten. Zwei Freunde von mir die eine ähnliche Situation erlebt haben und auch eine MPU machen müssen haben mir dazu geraten, sich mit dem Thema intensiv auseinander zu setzen. Naiv in die MPU zu gehen ist keine Gute Idee weil die Gutachten Auswirkungen auf das danach haben. Ich habe die MPU mehrmals nicht bestanden, bis ich eine schlüssige Lügengeschichte aufgetischt habe. Lasst euch nicht an der Nase herumführen.

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Die MPU einfach erklärt

Die MPU ist eine medizinisch-psychologische Untersuchung, die im Auftrag der Führerscheinstelle durchgeführt wird. Sie dient dazu, zu entscheiden, ob auffällig gewordene Kraftfahrer, die ihren Führerschein verloren haben, wieder in der Lage sind, am Straßenverkehr teilzunehmen. Es handelt sich bei der MPU also um eine individuelle Prüfung der Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeugs. Gesetzlich ist die Anordnung zur medizinisch-psychologischen Untersuchung in der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) geregelt und im Jahr 2009 wurden insgesamt 106.082 MPUs durchgeführt.

Seit wann gibt es die MPU?

Einen Vorläufer der MPU gibt es bereits seit dem Jahr 1912. Schon vor dem Ersten Weltkrieg entstanden auf Deutschlands Straßen also die ersten Sicherheitsprobleme durch die stetig ansteigende Motorisierung und die damit verbundenen Unfälle. Zur damaligen Zeit war die Durchführung einer MPU jedoch eher eine Seltenheit und nur in wenigen Einzelfällen musste die Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeugs mithilfe einer MPU geprüft werden. 
Etwa ab Mitte der 50er Jahre zu Zeiten des Wirtschaftswunders stieg die Anzahl der privaten PKWs und damit auch die Anzahl der Verkehrstoten. Ihren Höhepunkt erreichte diese traurige Statistik im Jahr 1970 mit mehr als 20.000 Verkehrstoten. 
Als Konsequenz aus diesen Zahlen wurden unter anderem die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km/H auf Landstraßen sowie ein Alkohollimit von 0,8 Promille festgelegt.
Darüber hinaus wurde im Jahr 1954 auch die MPU als Maßnahme zur Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr eingeführt.

Wer muss zur MPU?

Hat die Führerscheinstelle begründete Zweifel daran, dass eine Person zum sicheren Führen eines Kraftfahrzeugs im Straßenverkehr geeignet ist, kann sie eine MPU anordnen. 
Dabei können körperliche oder psychische Erkrankungen oder Behinderungen ebenso eine Rolle spielen wie Verkehrsdelikte oder Straftaten im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr.
In einem jährlichen im Bericht gibt die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) einen Überblick über die Anlässe, die zu einer MPU führen. 
Wie schon in den vergangenen Jahren führt auch im Jahr 2009 die erstmalige Auffälligkeit wegen Alkohol die Statistik mit über 30 % an. Zweithäufigsten Anlass für eine MPU gibt der Konsum von Drogen und Medikamenten mit 19 % und auf dem dritten Platz rangiert mit 17 % die wiederholte Auffälligkeit wegen Alkohol.
Verkehrs auffälligkeiten ohne Alkohol rangieren mit 15 % auf dem vierten Platz gefolgt von sonstigen Anlässen (11 %) und verkehrs- oder strafrechtlichen Delikten in Verbindung mit Alkohol (7%). 
Nur ein Prozent aller medizinisch psychologischen Untersuchungen im Jahr 2009 wurde aufgrund körperlicher Mängel eines Fahrers veranlasst.
Alkohol, Drogen und Medikamente im Straßenverkehr führen also am häufigsten dazu, dass eine MPU veranlasst wird. 
Allein die Untersuchungen, die mit Alkoholkonsum im Zusammenhang stehen, waren im Jahr 2009 ausschlaggebend für mehr als die Hälfte aller angeordneten MPUs. In den letzten Jahren lässt sich hier jedoch ein rückläufiger Trend beobachten.

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Was passiert bei der MPU?

Die MPU besteht aus einer medizinischen Untersuchung, einem verkehrspsychologischen Gespräch so wie der Auswertung von Fragebögen und Reaktionstests. Etwa 50 % der Probanden bestehen die MPU und weitere 15 % schließen die Untersuchung mit einem bedingt positiven Ergebnis ab und müssen einen Kurs zur Wiederherstellung der Fahreignung nach § 70 FeV absolvieren.
Immerhin 35 % der Untersuchten bestehen die MPU nicht und müssen sie gegebenenfalls wiederholen.

MPU

Was ist die MPU?

Eingeführt wurde die MPU schon vor Beginn des Ersten Weltkrieges um das Jahr 1912. Damals ging es nur um seltene Einzelfallentscheidungen. Durch die steigende Motorisierung wurde das Problem der Sicherheit im Straßenverkehr immer mehr zum Thema. Ein klar strukturiertes Regelwerk musste her. Grund dafür waren ganz konkret die deutlich steigenden Verkehrstoten seit Mitte der 50er Jahre. Am höchsten Punkt, 1970, kam es zu über 20.000 Verkehrstoten. Neben der MPU führte man wirkungsvoll die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Landstraßen auf 100 km/h ein und deutlich zu merken, die Begrenzung der zulässigen Alkoholtoleranz von 0,8 Promille. Seitdem sinken die Zahlen der tödlich verunglückten Personen im Straßenverkehr kontinuierlich und merklich auf inzwischen weit unter 5000 im Jahre 2009.

Was macht die MPU?

Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung stellt im Auftrag der Führerscheinstelle fest, ob ein auffällig gewordener Fahrer erneut am Straßenverkehr teilnehmen kann. Beurteilt wird also die Fahreignung. Diese Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen wird in einer umfassenden Begutachtung bescheinigt oder verweigert. Das Ergebnis setzt sich zusammen auf der Auswertung von Fragebögen, Reaktionstests an einem Computer, einer ärztlichen Untersuchung und einem verkehrspsychologischen Gespräch.

Die Chancen, eine Begutachtung positiv zu bestehen liegen im Schnitt bei ca. 50%. 15% bekommen eine Kursempfehlung nach §70 und damit ein bedingt positives Gutachten. 35% erhalten ein negatives Gutachten und müssen die Medizinisch-Psychologische Untersuchung wiederholen.

Alle Institute, die zur Begutachtung berechtigt sind, urteilen nach den gleichen Richtlinien. Offizielles Regelwerk für die MPU sind die Beurteilungskriterien für die Urteilsbildung in der medizinisch-psychologischen Fahreignungsdiagnostik. Darin sind Anlässe mit Fragestellungen ebenso geregelt wie klare Merkmale für positive und negative Gutachten. Bestimmte Antworten im psychologischen Gespräch und der ärztlichen Begutachtung sind klare Ausschlusskriterien für ein positives Gutachten. Oft wird dann bei einem positiven Gesamtbild die Möglichkeit der Kursempfehlung als Auflage gewählt.

Wer muss die MPU machen?

Grundsätzlich kann die Führerscheinstelle jeden zur MPU schicken, bei dem sie einen Grund zum sicheren Führen eines Kraftfahrzeuges begründet in Erwägung zieht. Chronische Erkrankungen können dabei ebenso zum Tragen kommen wie Verstöße gegen Grundregeln. Die Palette ist breit. Die Bundesanstalt für Straßenwesen (bast) gibt in einem Bericht jedes Jahr die statistischen Zahlen zur Verteilung der unterschiedlichen Anlässe zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung aus.

Größter Anteil wie jedes Jahr, so auch im Jahre 2009, die erstmalige Auffälligkeit wegen Alkohol mit einem Drittel aller Aufforderungen für die Medizinisch-Psychologische Untersuchung. Der zweithäufigste Untersuchungsanlass sind Drogen & Medikamente (19%). Dahinter rangiert mit 17% die wiederholte Alkoholauffälligkeit, mit 15% Verkehrsauffällige ohne Alkohol, 11 % sonstige Anlässe, 7% Alkohol und Strafrecht bzw. Verkehrsrecht in Kombination und 1% machen die MPU wegen körperlichen Mängeln. Insgesamt betrachtet haben damit über 50% der Begutachtungen mit Alkoholproblematiken zu tun, auch wenn in den letzten Jahren ein rückläufiger Trend bemerkbar ist.

Bast_2009

Insgesamt wurde im Jahre 2009 106.082 mal eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung durchgeführt. Wer zur MPU muss, kann aus 15 unterschiedlichen wählen. Diese sind regional unterschiedlich häufig vertreten. Wann eine MPU angeordnet wird, ist weitgehend in der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) verankert.

Und noch ein paar interessante Zahlen:

  • Über 100.000 Bundesbürger machen jährlich eine MPU

  • 40% aller Führerscheininhaber sind Frauen, aber nur 7% derjenigen, die zur MPU müssen

     

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