MPU Kosten

Kosten

Was kostet die MPU?

Die grundlegenden MPU Preise variieren kaum. Sie basieren auf einem Gebührenkatalog, der für alle Begutachtungsstellen im Bundesgebiet gültig ist. Die Gebührenrichtlinien gelten für alle Untersuchungsanlässe im Bereich Alkohol, Punkte, Drogen und Straftaten (alle Angaben Brutto).

  • Kosten MPU wegen Alkohol: ca. 420€
  • Kosten MPU wegen Betäubungsmitteln ca. 570€
  • Kosten MPU wegen Punkten oder Straftaten ca. 360€

Bei Anlasskombinationen berechnen die meisten Begutachtungsstellen die Preise der MPU aus dem Grundpreis der teureren Untersuchung + den halben Preis der günstigeren. Dies entspricht bei der Kombination Alkohol und Drogen in etwa 780€.

Die trotzdem unterschiedlichen Preise der MPU ergeben sich auch aus den unterschiedlichen Kopierkosten. Einige Institute bieten die Untersuchung mit, einige ohne eine Zweitschrift an. Da so ein Gutachten oft um die 40 Seiten hat, treten Preisunterschiede um die 10-20 Euro auf. Wer sich jetzt denkt, er kann die Kopie des Gutachtens billiger im Copyshop um die Ecke machen lassen, hat erst mal recht. Jedoch haben Sie in diesem Falle nur ein Original mit den Unterschriften von Arzt und Psychologe. Und das geben Sie an der Führerscheinstelle ab. Jeder muss selber entscheiden, ob ihm eine offizielle Kopie des Gutachtens nicht die paar Euro wert sind (im Vergleich zur Gebühr nur ein kleiner Bruchteil).

Deutliche Preisunterschiede bestehen bei Kosten, die nicht im Gebührenkatalog festgeschrieben sind. Dies sind vor allem Laborkosten. Die MPU Preise für Urinkontrollen und Haaranalysen unterliegen dem jeweiligen Anbieter und weichen teils um 100% voneinander ab. Hier lohnt sich ein Vergleich der Preise.

So oder so übersteigen die Kosten der MPU oft die finanziellen Möglichkeiten. Fast alle Institute bieten Ratenzahlung an. Auch ein MPU Kredit ist eine Möglichkeit, die Begutachtung zu finanzieren. Im Falle einer Arbeitslosigkeit macht es Sinn, beim Arbeitsamt wegen der Kosten für die MPU vorzusprechen. Manchmal streckt das Amt die Gebühr für die MPU vor. Dies liegt natürlich im Ermessen des jeweiligen Amtes und des Sachbearbeiters. Erfolgversprechend ist eine Anfrage oft dort, wo der Führerschein dringend für die Anstellung benötigt wird. Ein gutes Argument kann auch eine mögliche Stelle sein, wenn der Führerschein vorliegt.

Auch manche Arbeitgeber strecken das Geld vor oder übernehmen die MPU Kosten, z.B. bei Berufsfahrern. Es ist klar, dass hier nur jeder selbst entscheiden kann, ob es eine gute Idee ist, den Arbeitgeber in die finanziellen Überlegungen und privaten Angelegenheiten mit einzubeziehen.